Umbau Regner Frieda zu OEG 56
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Hallo !
Manfred Regner hat auch die Druckluft- Schnellkupplungen mit den nicht hitze- und druckfesten Plastikschläuchen abgelehnt. Die gasfesten Schnellkupplungen sind gewaltig teuer und Gasschläuche habe ich bei den Anwendern noch keine gesehen. Damit würde ich auch nicht bei gezündeten Brenner den kalten Tank nachfüllen. Ich fülle den Kalttank der Mh 6 auch im Betrieb mit Meinem oder dem Regnerventil nach . im schlimmsten Fall geht der Brenner aus, weil er statt Luft, Gas ansaugt, aber das kommt kaum vor.
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Rohrbrenner - Flammenbild in Grundkenntnisse Seite 2 habe ich wieder gefunden.
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Rohrbrenner - Flammenbild in Grundkenntnisse Seite 2 habe ich wieder gefunden.
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für den Hinweis auf den interessanten Artikel!
Viele Grüße
Werner
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Guten Abend Forum,
heute habe ich nach einem langen Arbeitstag noch an den Umbauten der Lok gearbeitet. Warum ich mir vielleicht doch lieber etwas Ruhe hätte gönnen sollen, geht aus dem Bericht hervor.
Rauchkammer-Abdeckung
Die Rauchkammer-Abdeckung der Frieda soll bei der OEG 56 nicht mehr eingeschlagen sondern verschraubt werden. Da die Verschraubungen in der Rauchkammer bei abgenommener Abdeckung besser zugänglich sind, wird die Montage und vor allem eine spätere Demontage des Kessels einfacher. Um das umzusetzen sollten rechts und links M2 Gewinde in die Rauchkammer-Abdeckung geschnitten und das Teil mit M2 Schrauben durch entsprechende Bohrungen im Kessel verschraubt werden.
Anders als bei den neuen, dafür vorgesehenen Rauchkammer-Abdeckungen, ist auf dem Umfang des Gussteils allerdings nur 3 mm Platz vorhanden, weshalb die M2 Gewinde genau platziert werden müssen. Gleiches gilt für die Bohrungen an der Rauchkammer, die dementsprechend ebenfalls dicht am Rand liegen müssen.
Den Umfang der Rauchkammerabdeckung hatte ich durch Feilen bearbeitet bis sie mit leichtem Widerstand in die Rauchkammer passt und sich auch gut wieder entnehmen lässt.
Ich habe das ganze Bauteil nun in den auf der Fräse montierten Teilapparat eingespannt und genau in der Mitte des schmalen Stegs radiale Bohrungen mit einem 1 mm Fräser platziert. Die Bohrungen wurden anschließend in der Ständerbohrmaschine auf 1,6 mm aufgebohrt und das M2 Gewinde von Hand geschnitten.
Das hat mit dem Teilapparat sehr gut funktioniert, wobei allerdings das Drehen um 180° nicht möglich war weil die Backen am Tisch anschlugen. Näheres könnt ihr später in meinem Proxxon Thread nachlesen.
Den Kessel wollte ich ebenfalls im Teilapparat bearbeiten, hauptsächlich weil die Bohrungen dadurch exakt und winkelgenau positioniert werden können. Das Einspannen des Kessels gestaltete sich allerdings wegen des Gewichts nicht ganz einfach. Letztlich habe ich das Bauteil an einer Seite in den Teilapparat eingespannt aber am anderen Ende unterbaut, um das Gewicht abzufangen.
Optimal war das nicht, das genau waagerechte Einbringen der ersten Bohrungen mit einem 1 mm Fräser funktionierte damit aber trotzdem gut.
Mit der zweiten Bohrung ging das aber nicht, da der Öler im Weg war. Die Microfräse hat hier technische Grenzen weil der Fräskopf nicht genug Weg nach oben hat, um das Werkstück zu unterbauen.
Eigentlich hätte ich nun nur den Öler abmontieren müssen, aber wie gesagt war mein Tag anstrengend und meine Geduld erschöpft. Zuerst habe ich versucht den Kessel in der Hand zu halten und von unten an den Fräser zu drücken. An einen 1 mm Fräser. Mit der Hand. Natürlich ist das Teil sofort abgebrochen.
Auf der Ständerbohrmaschine habe ich dann zunächst das erste Loch auf Endmaß 2,2 mm aufgebort. Dann den Kessel umgedreht und das Loch auf der gegenüber liegenden Seite nach Augenmaß gebohrt. Dabei habe ich leider nicht genau geschaut, weshalb das Loch auf der linken Seite nun viel zu weit hinten liegt.
Also habe ich mit einem Schleifstift das Loch nach vorne zum Langloch erweitert und musste größere Unterlegscheiben verwenden als geplant um die unschöne Stelle abzudecken.
Schön ist das nicht aber alle Teile in diesem Bereich werden nach vollständigem Umbau schwarz lackiert, was auch die Schrauben und Scheiben einschließt, und das Langloch beziehungsweise die große Scheibe sollte dann nur noch bei genauem Hinsehen erkennbar sein. Ich weiß natürlich um die Stelle und werde es immer sehen! Vielleicht fräse ich mir statt der Scheiben kleine, auf einer Seite derade und auf der anderen Seite halbrunde Bleche, um das optisch zu verbessern.
Die Schrauben werden übrigens der Optik wegen noch durch Schrauben mit flachem Kopf ersetzt. Die Vorreiber der Rauchkammertür kommen bei der Endmontage natürlich auch wieder dran.
Von der Funktion her ist der kleine Umbau in Ordnung. Die Abdeckung lässt sich nun jederzeit problemlos ein- und ausbauen.
Viele Grüße
Werner
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Guten Abend,
die Montage der Rauchkammer-Abdeckung habe ich als kleine Abend-Bastelei nochmals über arbeitet. Aus der Not geboren, gefällt mir das nun sogar besser als mit den öden Unterlegscheiben. Die Vorderkanten muss noch an die Rundung anpassen und später werden alle Teile noch brüniert oder schwarz lackiert.
Die flacheren Schrauben wirken auch besser.
Was meint ihr?
Viele Grüße
Werner
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Hallo Werner,
das sieht echt gut aus

Neid ist die höchste Form der Anerkennung

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Oooh - da bin ich sehr neidisch. Trotzdem HUT AB.
Danke für die Bilder
Gruß Reiner
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Hallo Forum,
bei der Neugestaltung des Rahmens für die OEG 56 würde ich mich über eure Unterstützung und euer Feedback freuen.
Frontschürze der OEG 56
Die OEG 56 hat einen Rahmentank weshalb die Seitenteile der ehemaligen Lok Frieda unverändert übernommen werden können. Die Front sieht allerdings völlig anders aus als bei diesem Basismodell. Charakteristisch ist der kurze Überstand mit der schmalen Frontschürze und die vielen Schrauben und Nieten an dem Original.
Ich denke, der Detaillierungsgrad eines Modells sollte halbwegs einheitlich sein. Eine zu feine Detaillierung der Front wäre also nicht angebracht und für mich modellbauerisch auch nicht umsetzbar.
Zudem sind meine technischen Mittel begrenzt. Um nun nicht alles neu fräsen zu müssen, hatte ich mir nun überlegt, die Frontschürze der Frieda in Einzelteile zu zerlegen, minimal zu bearbeiten und anders zusammenzusetzen. Die Teile der Frontschürze sind ab Werk gelötet und sehen zur Zeit so aus:
Die mittleren Teile würde ich entfernen und nur das am Rahmen verschraube Blech sowie das vordere Teil mit den Nieten verwenden.
Für das Auseinandernehmen wäre es interessant und wichtig zu wissen, ob Regner diese Teile hart- oder wiechgelötet hat. Wenn das jemand weiß, würde ich mich über eine Information freuen.
Nach dem Zusammensetzen sollte das dann etwa so aussehen:
Die Bearbeitung würde sich zunächst auf zwei einfache Bohrungen an der Unterkante des vorderen Teils beschränken. Mit verlängerten Schrauben würde das auch schon halten. Wegen der Belastung durch die Kupplung würde ich die beiden Teile eventuell noch verlöten.
Ein zusätzliches Teil aus 1 mm Messingblech könnte den Zylinderschutz darstellen. Es wäre mit wenig Aufwand durch sägen oder fräsen herstellbar. Bei der Montage der Frontschürze würde es mit den oberen Schrauben befestigt. Allerdings gefällt mir die Frontschürze zumindest in der Zeichnung ohne das Blech viel besser. Was meint ihr?
Eine Bohrung für den Puffer brauche ich nach aktueller Überlegung nicht. Ich will an dem Modell die Regner Easy-Line-Kupplung verwenden, die den Eindruck einer Trichterkuppung meiner Ansicht nach besser wiedergibt als eine Kombination aus LGB-Style-Kupplung und Puffer. Was sagt ihr dazu?
Unter der Frontschürze würde ich eventuell noch Schienenräumer befestigen wollen. Allerdings müsste ich erst einmal Befestigungspunkte dafür definieren und prüfen, ob zwischen Frontschürze und Gleis überhaupt genügend Raum vorhanden ist. Verwenden könnte ich entweder Gussteile von Herrmann oder vielleicht einfach ein gerades Stück Flachmaterial (3x1 mm oder so).
Ich würde mich über eure Kommentare, Vorschläge, Empfehlungen für andere Herangehensweisen oder für alternative Gestaltungen wirklich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung.
Viele Grüße
Werner
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Hallo Werner!
Das Blechteil, welches vorne an den Zylinder stößt würde ich schon anbauen, da es ein markantes Detail ist, ebenso den Bahnräumer.
Anfertigen würde ich die Teile aus Messingblech halbhart 0,8 oder 1mm dick.
Solche Teile säge ich mit der Laubsäge aus.
Den Bahnräumer würde ich aussen, als über dem Gleis aus einem Winkel 3x3 mm herstellen, das gebogenen Zwischenstück wieder aussägen aus besagtem Messingblech und dann weich zusammenlöten.
Ein Problem ist, wenn man einmal in die Details tiefer einsteigt, muß man weitermachen, sonst ärgert man sich am Ende. ich spreche da aus eigener Erfahrung...
Ob der Regner solche Teile weich- oder hart lötet weiß ich nicht, denke aber es wird weich gelötet sein, weil es da keinen Verzug gibt und weil die Industrie spart wo sie kann...
Weiterhin viel Erfolg!
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Hallo!
Sicher weich gelötet.
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Hallo Forum,
heute konnte ich die Ansenkungen für die Madenschrauben in die Achsen einbringen.
Die Achsen
Ich habe mit einem 3 mm Fräser nur etwa 2 Zehntel tief gefräst, was völlig ausreichend ist, um mit der Madenschraube die Position des Rades auf der Achse festzulegen. Die Tiefe ist dabei nicht kritisch, nur die genaue Postion auf der Achse. Im Bild kann man oben die seitlichen Fräsungen gerade noch erkennen.
Das Ganze war aber doch recht aufwändig und ich verstehe nun ganz genau was Wolfgang meinte, als er schrieb, dass es nicht so einfach sei.
Mit meinem Maschinenschraubstock wäre zwar das Drehen um 90° möglich gewesen aber einerseits wäre der Fräskopf dann mit dem Schraubstock kollidiert und außerdem war die Welle zu kurz und schaute auf der anderen Seite nicht mehr heraus. Im Teilapparat eingespannt war die Welle ebenfalls so kurz, dass ich hätte umspannen müssen, worduch aber kein exakter Winkel eingestellt werden könnte.
Also musste ich improvisieren.
Eingespannt im Teilapparat habe ich zunächst mit einem 3 mm Fräser an einem Ende der Achsen jeweils zwei Fräsungen mit etwa 0,2 mm Tiefe im Winkel von 180° angebracht. Dadurch kann ich bei der Montage frei entscheiden, ob die Steuerung auf der jeweiligen Seite vor- oder nacheilen soll.
Die Achsen wurden dann zugegeben recht eigenwillig gespannt und der 90° Winkel nach Augenmaß mit einem Schlosserwinkel eingestellt.
Die Aufnahme sah etwa so aus (final aber nur mit 3 Achsen unterlegt).
Gefräst wurde dann am zwischen den Holzstücken liegenden Ende der Achse.
Ursprünglich hatte ich erwartet, dass das Einhalten des 90° Winkels mit dem Proxxon Teilapparat so einfach sein würde, wie einem Baby den Schnuller wegzunehmen. Tatsächlich habe ich nun aber einen großen Teil des heutigen, sonnigen und schönen Nachmittags über die Werkbank gebeugt verbracht.
Gelohnt hat es sich aber. Bei der Montage der Räder auf der Achse rasten diese quasi in den flach gefrästen Stellen ein und bilden ohne weitere Justage einen nach meines Messung nahezu genauen 90° Winkel. Durch Anfeilen der Achsen hätte ich das keinesfalls so sauber hinbekommen.
Meine Bemühungen müssen euch teilweise recht laienhaft oder unprofessionell erscheinen, was ich auch verstehe. Tatsächlich bnin ich es der euch um eure Möglichkeiten und um eure fein detaillierten Modelle beneidet. Wenn aber jemand mit ähnlich begrenzten Möglichkeiten aus meinen Erfahrungen profitieren kann oder Anregungen zur Umsetzung seiner Ideen bekommt, bin ich schon zufrieden.
In diesem Sinne hoffe ich, meine Posts finden weiterhin euer Interesse.
Viele Grüße
Werner
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Hallo Manfred,
Den Bahnräumer würde ich aussen, als über dem Gleis aus einem Winkel 3x3 mm herstellen, das gebogenen Zwischenstück wieder aussägen aus besagtem Messingblech und dann weich zusammenlöten.
vielen Dank für deine Vorschläge.
Ich weiß offen gesagt nicht, ob ich das so bauen kann. Die senkrechten Halter müssten relativ weit innen liegen damit ich sie befestigen kann, wodurch der Bogen äußerst schmal würde. Ob sich dann optisch ein Vorteil gegenüber einem schlichten, geraden Bahnräumer ergibt, wäre zu prüfen. ich werde das mal als CAD konstruieren und mir anschauen ob der zusätzliche Aufwand sinnvoll ist.
Viele Grüße
Werner
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Hallo Werner -
deine Frage wie der Kastenrahmen verlötet ist weiß ich leider auch nicht.
Tip (habe ich angewendet)
mit Anreißnadel an einer Lötstelle kratzen : ist Weichlot verwendet so bekommst Du kleine Abriebteile
bei Hartlot bekommst Du kaum etwas zu sehen.
Gruß Reiner
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Guten Abend,
vielen Dank an alle für eure Rückmeldungen zur Verlötung der Rahmenteile.
Ab Werk wird tatsächlich weichgelötet und die Teile ließen sich mit weicher Flamme einfach lösen.
Konstruktiv ist das übrigens von Regner sehr sauber ausgeführt, alle Bleche sitzen in tief eingefrästen Nuten und sind dort verlötet. Trotz der nur weichgelöteten Verbindungen ist das Ganze also sehr stabil.
Neu zusammengesetzt und mit den geplanten Bohrungen versehen sieht die Front nun so aus (links Frieda original, rechts neu zusammengesetzt):
Und hier die Stellprobe mit Kessel, Kesselstütze und Lampen:
Der viel zu lange Überstand des Rahmens ist nun weg, das gefällt mir schon ganz gut. Im Vergleich zum Original sitzt der Kessel zwar zu weit hinten Die Lampen kaschieren den zu langen Überstand aber ein wenig. Ohne größere konstruktive Änderungen lässt sich das ohnehin nicht ändern.
Falls ich tatsächlich irgendwann ein komplett neues Umlaufblech erstelle oder anfertigen lasse, kann ich es weniger lang ausführen und dann in diesem Zuge die Rahmenwangen vorne ein wenig kürzen.
Ich werde nun aber erst einmal überlegen wie ich den einen Zylinderschutz und den Bahnräumer richtig positionieren und befestigen kann und mich um die anderen Kleinteile kümmern.
Viele Grüße
Werner
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Dieser Messingblock ist mit der Laubsäge eingeschnitten damit man im Schraubstock eingespannt , den 90° Versatz in die Achse fräsen kann.
Vielen Dank, Wolfgang, das ist genial!
Viele Grüße
Werner
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Hallo Werner!
Ursprünglich habe ich meinen Teflonschieber nach dem Original- Messingschieber gebaut. Man nimmt an , es wird schon so stimmen. Die Lok fährt ja auch, aber der Dampfverbrauch! Ich messe jeden Zylinder aus und reiße die Kanäle auf einen Messingblock an. So wirst du feststellen, dass deine Zeichnung mit der Wirklichkeit nicht zusammenpasst. Jetzt habe ich mir schnell mit Beilagscheiben bei den Teflonschiebern geholfen!
Die Zylinder werden alle beim Kanalbohren gleich aufgespannt, so können Fehler beim Einmessen sich bei der Lok (linker-rechter Zylinder) gegen-gleich auswirken. Normaler Weise richtet man sich nach den Außenkanten der Zylinder ohne die Maßabweichungen zu berücksichtigen.
Glaube mir, deine Idee mit den O-Ringen haben wir schon vor Jahrzehnten verworfen, sonst wären wir nicht auf Teflon gekommen.
Die Gegenkurbel muss von Achsmitte zu Achsmitte 9.3 mm sein, sonst ist sie falsch.
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