Umbau Regner Frieda zu OEG 56

  • Hallo Woflgang,

    Ich messe jeden Zylinder aus und reiße die Kanäle auf einen Messingblock an. So wirst du feststellen, dass deine Zeichnung mit der Wirklichkeit nicht zusammenpasst.

    das ist ein interessanter Aspekt, Ich werde das versuchen bei meinen Zylindern nachzuvollziehen, sobald ich an die Montage gehe. Auch die Unterschiede der beiden Zylinder, die sich aus der Fertigung ergeben, leuchten mir ein. Ich werde darauf achten.

    Was mir allerdings nicht einleuchtet: Wenn ich davon ausgehe, dass die Teile CNC gefertigt werden, dürfte sich bei der Fertigung nur ein Versatz zur theoretischen Mittellage ergeben. Das würde sowohl für die Zylinder als auch für die Schieber gelten. Deine Teflonschieber haben aber verglichen mit den originalen Schiebern einen Versatz in mehrere Richtungen. Das wäre nur erklärbar wenn bei der Fertigung der Zylinder umjgespannt würde, was ich mir aber kaum vorstellen kann. So bliebe nur die Möglichkeit, dass das Timing bei Regner grundsätzlich nicht stimmen würde.

    Ein reiner Mittenversatz der Bohrungen der Schieberkanäle wird wiederum normalerweise über die Position der Schwinge ausgeglichen - meist empirisch, so exakt wie du machen das vermutlich die Wenigsten.


    Die Gegenkurbel muss von Achsmitte zu Achsmitte 9.3 mm sein, sonst ist sie falsch.

    Vielen Dank für die exakte Maßangabe. Ich habe das soeben an meinen Kurbeln gemessen und kann mit Erleichterung das Maß bei mir bestätigen.

    Allerdings würde meiner Kenntnis nach eine längere Kurbel sich letztlich nur auf die Position des Kolbens bei Mittelstellung auswirken wenn die Steuerung, also im Wesentlichen der Schieberweg, ansonsten korrekt eingestellt ist. Das wäre natürlich nicht schön, weil die Totvolumen in den Zylindern dann vorne und hinten unterschiedlich wären, würde sich in der Praxis aber kaum oder nicht erkennbar auf den Dampfverbrauch auswirken.


    Glaube mir, deine Idee mit den O-Ringen haben wir schon vor Jahrzehnten verworfen, sonst wären wir nicht auf Teflon gekommen.

    Nur damit wir uns nicht missverstehen. Die O-Ringe wollte ich nicht statt Teflon einsetzen, sondern an den Enden der Schieber als Abdichtung, um den Dampfverlust an den ausgeschlagenen Bohrungen zu vermindern.

    Vielen Dank auf jeden Fall für deine hilfreichen Informationen.


    Viele Grüße

    Werner

  • Hallo Forum,

    Basteleien und neue Räder für die Lok.

    Es treibt mir immer wieder ein Grinsen ins Gesicht, mit welcher Leichtigkeit sich kleine Bauteile auf der Fräse herstellen lassen. Das macht richtig Spaß!

    Nein, leider nicht die Glocke - die ist gekauft. Aber der Sockel, der die Befestigung beim Original nachahmen soll, ist in gerade mal ein paar Minuten entstanden. Das Putzen hat länger gedauert als das Fräsen.


    Ich hatte die Möglichkeit einen ungebrauchten Satz Regner Treib- und Kuppelräder gebraucht zu einem fairen Preis zu erwerben. Gestern sind sie nun angekommen und meine kleine Lok freut sich schon unbändig auf ihre neuen Räder.


    Ich glaube, bis ich mit dem Umbau fertig bin, wird es kaum ein Teil geben, das ich nicht bearbeitet oder ausgetauscht habe. Hoffentlich wird das Ergebnis so, dass sich der Aufwand lohnt.


    Viele Grüße

    Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Werner (18. Mai 2022 um 22:50)

  • Guten Abend Forum,

    neben den Kleinarbeiten an verschiedenen Teilen habe ich mich weiter mit der Konzeption der Front beschäftigt und muss nun irgendwann entscheiden wie ich sie ausführe.

    Zylinderschutz und Bahnräumer

    Variante 1:

    Der erste Entwurf sieht vor, ein komplettes Blech aus 1 mm Messing zu sägen beziehungsweise zu fräsen. Der Bogen des Bahnräumers wäre dabei oben fest verbunden und entsprechend stabil. Bedenken habe ich wegen den seitlichen Teilen, die möglicherweise schnell verbiegen. Die Länge der Bahnräumer kann ich aber noch reduzieren. Vorteilhaft wäre die Herstellung aus einem Stück und die sehr einfache Montage. Die Schrauben würde ich mit ein paar (nicht funktionalen) Nieten simulieren.


    Variante 2:

    Den Entwurf habe ich dann modifiziert. Das Blech, wieder aus 1 mm Messing, beinhaltet hier nur den Zylinderschutz und Befestigungen für einen separaten Bahnräumer. Die Befestigungslaschen an dem oberen Blech sind verbreitert und der überstehende Teil kann nach hinten umgebogen werden, um die Stabilität zu erhöhen (in der Graphik nicht umgebogen, das muss man sich denken). Sollte es doch einmal zu einer Kollision kommen, würde sich nicht gleich alles verbiegen.

    Der Bahnräumer wäre wieder aus 1 mm Messing, einteilig und würde mit M2 Schrauben befestigt. Bei Beschädigungen könnte er unabhängig von dem Blech mit dem Zylinderschutz ausgetauscht werden. Durch die notwendigerweise breiteren Stege wirkt dieser Bahnräumer aber nicht mehr so filigran.

    Andere Varianten:

    Seitenteile aus 3x3 mm Messing-Profil, wie von Manfred vorgeschlagen, hatte ich ebenfalls in Erwägung gezogen aber dann müsste der Bahnräumer auch noch aus drei Teilen hergestellt werden.

    Denkbar wäre auch, den Bahnräumer nicht an dem Blech mit dem Zylinderschutz, sondern an den Rahmenwangen zu befestigen. Mit dem aktuellen Rahmen geht das wegen der Verrundung der Wangen mit 5mm Radius nicht aber wenn ich den Rahmen kürze, könnte ich diese Fläche gerade fräsen. Allerdings wäre der Bahnräumer dann etwas zu weit hinten angebracht.

    Die Zylinderdeckel werden im Modell übrigens später schwarz. Sie sind in den Graphiken nur der besseren Visualisierung wegen in Messing gehalten.

    Der Zylinderschutz sitzt beim Original weiter hinten, als in meinen Entwürfen. Das ist aber mit dem vorhandenen Rahmen im Modell nicht so leicht umsetzbar. Falls ich das Umlaufblech neu anfertige und in diesem Zuge den Rahmen kürze, passt das aber fast.

    Beim Original schützt der Bahnräumer auch die Anlenkung der Zylinderentwässerung. Er liegt sehr tief, was im Modell vermutlich betriebstechnischen Probleme aufwerfen würde. Da ich aber auf der Basis der Regner Lok die Proportionen ohnehin nur annähern kann, habe ich den Bahnräumer bei meinen Entwürfen etwas höher gesetzt.


    Ich neige im Moment zu Variante 2, der aber die Leichtigkeit fehlt und die mehr Aufwand bei der Herstellung und bei der Montage macht.

    Über eure Rückmeldung zu den Entwürfen oder Vorschäge für andere Ausführungen würde ich mich wirklich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung.

    Viele Grüße

    Werner

  • Hallo Reiner,

    vielen Dank für deine Rückmeldung.

    Variante 2 sieht besser aus -

    WAS wäre Variante 1 mit Faig Schraubenköpfen ?

    Soll heißen bei Variante 1 Löcher rein und einfach Schrauben mit Muttern reindrehen ?

    Funktionieren würde das. Bei einer Breite des Bahnräumers von 2-3 mm in Variante 1 müsste ich aber M1,6 Schrauben oder 1x4 Nieten verwenden.

    Je länger ich aber die Variante 2 anschaue, desto mehr gefällt sie auch mir. Und wenn das Blech unten verbogen ist, kann ich es einfach austauschen. Der breite Bahnräumer sieht zwar etwas gröber aus aber ich werde das Original sowieso nicht in allen Teilen maßstäblich hinbekommen. Ich werde die Variante 2 wohl am Besten mal aus Holz sägen oder in PLA drucken, um zu sehen wie sie wirkt. In Echt sieht manches anders aus als im CAD.

    Viele Grüße

    Werner

  • Hallo Werner,

    wie wäre es mit dem Zylinderschutz wie beim Original, einen Winkel zurecht fräsen, 2 Befestigungsschrauben hast Du ja schon im Rahmen.

    Gruß Michael

    Der Tod eines Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik

  • Hallo Michael,

    wie wäre es mit dem Zylinderschutz wie beim Original, einen Winkel zurecht fräsen, 2 Befestigungsschrauben hast Du ja schon im Rahmen.

    vielen Dank für deinen Vorschlag.

    Ich habe gerade versucht das zu konstruieren aber die Schwierigkeit ist, dass die Muttern, die den Rahmen zusammen halten, genau in der Ebene der Zylinderdeckel liegen. Vorne wäre gerade noch Platz für ein 0,5 mm oder eventuell ein 0.8 mm Blech aber dann würden sich die Muttern nicht mehr drehen lassen (die Gewindestifte sind fest in einem Eck-Block eingelassen).

    Den Zylinderschutz hinter der Mutter abzuwinkeln, geht auch nicht. Dann würde das Blech schon in Höhe der Zylinder liegen. Den Zylinderschutz dreimal abzuwinkeln, um ihn nach vorne zu holen wäre mir zu kompliziert und außerdem käme ich dann nicht mehr an die Muttern heran.



    Dein Vorschlag war aber trotzdem äußerst hilfreich!

    Beim Hin- und Herschieben der Teile habe ich festgestellt, dass ich den Zylinderschutz ja auch einfach direkt zwischen Rahmen und Front einsetzen kann, statt zwischen den beiden Frontblechen. Dadurch würde er 3 mm weiter hinten sitzen und der kleine Versatz zu den Zylinderdeckeln würde kaum noch auffallen. Zumindest im CAD sieht es ganz gut aus. Auf diese Idee bin ich vorher gar nicht gekommen.

    Wenn das Blech für den Zylinderschutz den Bahnräumer dann nicht mehr tragen muss, kann es außerdem ein wenig dünner ein. Statt 1 mm müssten 0,8 mm oder vielleicht sogar 0,6 mm ausreichen.

    Technisch und optisch bringt mich das auf jeden Fall weiter. Der Bahnräumer muss weiter vorne bleiben und die Befestigung unabhängig von dem Zylinderschutz erfolgen. Wie ich das mache, muss ich noch überlegen.

    Viele Grüße

    Werner

  • Hallo Forum,

    seit einiger Zeit versuche ich neue Regner-Steuerungsteile günstig zu bekommen und denke auch über die von Dietrich und Marvin vorgeschlagenen DU- und Iglidur-Lager nach. Nun habe ich mich aber entschieden zunächst eine andere Herangehensweise zu versuchen.

    Steuerungsteile galvanisieren

    Die Polymer-Gleitlager hören sich wirklich gut an aber ich weiß nicht, ob ich das tatsächlich umsetzen kann. Bohrungsdurchmesser und Einpresstiefe müssen als wichtigste Parameter genau passen. Wenn ich erst einmal angefangen habe an den Steuerungsteilen herumzubohren, gibt es kein Zurück mehr. Das möchte ich erst dann riskieren, wenn ich einen zweiten Satz der Teile in petto habe.

    Bis dahin habe ich mich für eine andere Lösung entschieden, die die Teile nicht gefährdet – das galvanische Aufbringen einer dicken Schicht Nickel.

    Zunächst habe ich alle Teile gereinigt und in alkalische Beizlösung gegeben, um die Oberfläche vorzubereiten.

    Ab Werk wurden die Messing-Teile vernickelt, wobei sich die Schicht aufgrund der langen Betriebszeit bereits stark abgenutzt hat. Das ist allerdings erst einmal nur ein optisches Problem.

    Mir ging es bei der Bearbeitung nun nicht um eine optische Auffrischung sondern um den Auftrag einer möglichst dicken Schicht Nickel auf die Gleitflächen, um das Spiel der Steuerung zu reduzieren.

    Disclaimer: Die von mir verwendeten Materialien sind ätzend, giftig, gesundheitsgefährdend und umweltgefährdend. Reststoffe müssen sachgerecht entsorgt werden. Der von mir verwendete Aufbau ist simpel und funktional, darf aber aber nicht als Anleitung oder Empfehlung zum Nachmachen verstanden werden.

    Ich verwende einen simplen Elektrolyt aus Nickelchlorid und Salzsäure mit einer Anode aus reinem Nickel. Das Nickelchlorid liefert die Metallionen und die Salzsäure ist der chemische Puffer. Das Nickelchlorid ließe sich problemlos aus Nickel und Salzsäure selbst herstellen aber ich habe es der Einfachheit halber irgendwann für die Herstellung des Elektrolyten zugekauft. Die Abscheidung über Nickelchlorid ergibt eine gut haftende Schicht, die schon bei geringer elektrischer Leistung einen schnellen Schichtaufbau erlaubt.

    Beim Galvanisieren verbraucht sich eigentlich nur die Nickel-Anode. Da ich dem Elektrolyt keine Glanzzusätze oder ähnliche Beimischungen zugesetzt habe, verändert sich das Bad bei der Benutzung nicht. Wenn der pH-Wert allerdings zu sehr ansteigt, muss ab und zu ein wenig Salzsäure nachgefüllt werden. Die Nickel-Anode sollte aus dem Bad genommen werden wenn nicht galvanisiert wird, dann ist das Nachfüllen von Salzsäure nur selten notwendig.

    Bereits verwendungsfähig verkaufte Nickel-Elektrolyte funktionieren natürlich auch. Sie enthalten oft Zusätze, beispielsweise Glanzmittel, um eine duktilere Oberfläche zu erreichen. Wer eine Vernickelung aus optischen Gründen durchführt, entweder um den Eindruck von poliertem Stahl zu erwecken oder um eine hochglänzende Basis für eine Verchromung zu erreichen, ist mit solchen Elektrolyten gut bedient. Manche Bäder verändern aber ihre Eigenschaften bei der Benutzung und müssen gegebenenfalls aufgefrischt werden.

    Als Stromquelle fungiert ein einfaches Labornetzteil. Die eingestellte Spannung ist dabei nicht von vorrangiger Wichtigkeit. Wichtig ist statt dessen, die Strombegrenzung sinnvoll einzustellen. Ich habe bei den kleinen Teilen mit 70 mA, teilweise mit 100 mA gearbeitet. Ein hoher Strom bewirkt eine vermehrte Blasenbildung, was für den Schichtaufbau ungünstig ist. Bei einer konstanten Bewegung des Werkstücks im Elektrolyt kann der Strom aber entsprechend erhöht werden. Die Spannung, die man bei solch kleinen Teilen auf etwa 2-3 Volt begrenzen kann, stellt sich in Abhängigkeit von dem Strom, den Leitungswiderständen, der Anoden- und Werkstückgröße sowie dem Salzgehalt des Bades ein.

    Da es mir wie gesagt nicht um die Optik ging, habe ich im Wesentlichen nur die Enden der Steuerungsteile galvanisiert. Ziel war es ja, eine Nickelschicht auf den Lagerflächen aufzubauen. Ich habe also einfach die Enden der Teile eingetaucht, ohne mich besonders um die Mitte der Gestänge zu kümmern.

    Kleine Teile habe ich komplett eingetaucht auf einer Messing Kathode platziert und ab und zu bewegt.


    Jedes Teil wurde etwa 20 Minuten galvanisiert. Das hat mich heute den halben Nachmittag und den ganzen Abend gekostet. Sofort nach dem Galvanisieren muss das jeweilige Teil gespült werden. Zusätzlich habe ich alle Teile im Anschluss mit Soda (Natriumcarbonat) neutralisiert.


    Was hat mir das nun gebracht?


    Nun, abgesehen davon, dass bei den Steuerungsteilen nun kein Messing mehr durchscheint, konnte ich auf allen Gleitfächen innerhalb von jeweils etwa 20 Minuten eine Schicht von etwa 30-40 µm Nickel aufbauen.

    Beispiel

    Diese Schichtdicke klingt nun erst einmal nicht beeindruckend. Bezogen auf das jeweilige Lager sind das allerdings schon 60-80 µm. Da fünf galvanisierte Lager an der Schiebersteuerung beteiligt sind, bringt das eine Reduzierung des bisherigen Spiels um 300-400 µm, also 3-4 Zehntel. Außerdem werde ich alle Bundschrauben der Steuerung gegen Neuteile auswechseln.

    Bei kurzen empirischen Tests einiger Lager hat sich diese Annahme subjektiv bestätigt – manche Teile sitzen deutlich fester als zuvor. Sollte bei der Montage eines der Lager immer noch zu viel Spiel haben, wiederhole ich den Schichtaufbau an genau diesem Lager – auch mehrere Hundert µm sind technisch durchaus machbar.

    Da die Nickelschicht nicht ermäßig hart ist, wird sie sich im Betrieb wohl wieder abreiben. Wie lange das dauert, wird sich zeigen. Wenn irgendwann alles wieder zu sehr wackelt, kann ich wieder einen Tag Arbeit investieren und das Spiel wiederholen.

    Außerdem ist der Reibbeiwert von Nickel auf Nickel oder Messing natürlich nicht ideal. Zumindest gibt mir diese Lösung nun aber genügend Zeit, mich in aller Ruhe nach einem weiteren Satz Steuerungsteile umzuschauen und einen Satz dann gegebenenfalls mit Kunststoff-Lagern auszustatten.

    Viele Grüße

    Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Werner (25. Mai 2022 um 08:21)

  • Hallo Forum,

    den Zylinderschutz habe ich heute aus einem Reststück 0,025“ Messingblech angefertigt.

    Leider ist das Material aber zu dünn und die spitzen Enden haben sich schon beim Befeilen der Kanten verbogen. Ich werde das Teil aus 1 mm Blech neu erstellen.

    Versuchsweise habe ich ich es aber verwendet und für die Stellprobe auch die Lampenhalter montiert und den Bremsschlauch mit Knete befestigt. Die Position des Bremsschlauchs liegt auf dem Bild etwa in Höhe der LGB Bremsschläuche. Dann kann aber nicht die eigentlich vorgesehene Easy-Line-Kupplung verwendet werden weil diese nach oben und seitlich zu weit ausläd und mit dem Bremsschlauch kollidieren würde. Ich habe deshalb versuchsweise den LGB-Flaschenöffner angebracht. Ich muss schauen, ob ich einen anderen Bremsschlauch finde.

    Bei der Stellprobe hat zumindest alles halbwegs gepasst und ich finde die Anmutung eigentlich ganz in Ordnung. Natürlich sieht das noch nicht so toll aus aber vor der Endmontage wird ja alles noch versäubert und lackiert. Nun muss ich mir noch etwas für den Bahnräumer überlegen...

    Viele Grüße

    Werner

  • Hi Werner,

    also bei diesem Scale orientierten Modell, wo Du Dir Gedanken über Details machst und auch umsetzt, wäre für mich eine LGB Kupplung egal welcher Spielart, ein No Go.

    Da kommt sogar die Akkukraft Fallhakenkupplung fescher daher.

    Schöne Teile gibt es auch hier: https://www.swiftsixteen.co.uk/builders-parts

    Nachdem Du aber mittlerweile gut ausgestattet bist, würde ich mir mit Deinem Equipment zutrauen da selbst eine Kupplung dem Original ähnlich zu kreieren.

    Grüße

    Fritz

    ]ch weiß, dass ich nichts weiß.
    Sokrates, Griech. Philosoph 469 - 399 v.Chr

  • Hallo Werner,

    die Modellbauwerkstatt https://www.modell-werkstatt.de/search?q=Trichterkupplung und auch der Eisenbahnfleischer https://www.eisenbahn-fleischer.de/produkte-1/tei…inzubeh%C3%B6r/ haben funktionale vorbildliche Kupplungen ...

    Ich habe bei meinen Fahrzeugen alle Flaschenöffner abgebaut. Man muss halt auf seine Kuppelbolzen und Kuppeleisen aufpassen, wenn man viel rangiert und kuppelt. Hierfür hat bei mir jede Kupplung einen eigenen Kuppelbolzen, der mit einer dünnen Kette (Faden) gegen Entnahme und Herunterfallen gesichert ist.

    Viele Grüße

    Stefan

    ich hier | home | :/ Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

  • Guten Morgen Forum,

    ich wünsche euch einen schönen Vatertag.

    Dem Alter, in dem ich an diesem Tag saufend um die Häuser oder ins Grüne zog, bin ich längst entwachsen. Daher werde ich den Tag nutzen, ein wenig an meiner OEG 56 weiterzubauen.

    Vielen Dank an Fritz und Stefan für eure Rückmeldungen. Heyn kannte ich bereits aber Frey war mir als Lieferant neu. Bei Swift Sixteen bin ich mir nicht sicher, ob die britischen Händler zur Zeit noch in die EU liefern und ich bin mir auch nicht sicher, on die Teile nicht für den Maßstab 16mm gedacht sind.

    Tatsächlich wäre eine Trichterkupplung perfekt. Allerdings möchte ich nicht meinen kompletten Wagenpark umbauen. Einerseits wäre das wegen der Menge an Fahrzeugen eine doch recht erhebliche Kostenbelastung, andererseits sind die Wagen und Loks teilweise Modelle, die bereits Sammlerstatus haben, und zum Dritten möchte ich halbwegs kompatibel bleiben.

    Eine tief sitzende Trichterkupplung mit der Möglichkeit den LGB Kupplungshaken einzuhängen wäre vielleicht eine Möglichkeit.

    Nachdem Du aber mittlerweile gut ausgestattet bist, würde ich mir mit Deinem Equipment zutrauen da selbst eine Kupplung dem Original ähnlich zu kreieren.

    Vielen Dank für dein Vertrauen, Fritz.

    Tatsächlich hast du da deutlich mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten als ich selbst. Meine theoretischen Kenntnisse sind zwar recht breitbandig und gut fundidert, im Handwerklichen, also bei der formgebenden Bearbeitung von Metallen, bin ich aber leider nicht sehr geübt. Gutes Equipment heißt also leider nicht immer, dass man damit auch umgehen kann - ich lerne noch.

    Dein Statement hat mich aber motiviert! Ich werde zumindest mal versuchen ein entsprechendes Teil zu konstruieren.


    Viele Grüße

    Werner

  • Eine tief sitzende Trichterkupplung mit der Möglichkeit den LGB Kupplungshaken einzuhängen wäre vielleicht eine Möglichkeit

    Hallo Werner,

    dann musst Du mal bei Feld-Großbahn gucken.

    VG Stefan

    ich hier | home | :/ Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

  • Bei Swift Sixteen bin ich mir nicht sicher, ob die britischen Händler zur Zeit noch in die EU liefern und ich bin mir auch nicht sicher, on die Teile nicht für den Maßstab 16mm gedacht sind.

    Liefern in die EU ist aber zollpflichtig. Maßstab ist eher an Roundhouse orientiert und 1:19

    Tatsächlich wäre eine Trichterkupplung perfekt. Allerdings möchte ich nicht meinen kompletten Wagenpark umbauen.

    Ich meinte ja nur die Lok. Wenn Du dann Deinen Fuhrpark anhängst, bastelst Dir einen Adapter aus einer Kette. So habe ich das auch gehandhabt, wenn ich Fremdwaggons ex LGB chauffierte.

    Die Insulaner kuppeln übrigens fast ausschließlich mit Ketten, wenn sie nicht gleich Büroklammern her nehmen.

    Habe meinen Senf dazu fett oben reingeschrieben. Alles anzeigen anklicken!

    Grüße

    Fritz

    ]ch weiß, dass ich nichts weiß.
    Sokrates, Griech. Philosoph 469 - 399 v.Chr

  • Hallo Forum,

    leider ist es bei mir in den letzten Tagen nicht besonders gut gelaufen. Aus beruflichen Gründen hatte ich wenig Zeit und beim Umbau der Lok musste ich mehrere Rückschläge hinnehmen. Ich bin daher nur an wenigen Stellen weiter gekommenn.

    Leider habe ich zu spät bemerkt, dass ich den nun 1 mm starken Zylinderschutz nicht hinter die Front montieren kann weil die Bohrungen für das Umlaufblech dann nicht passen. Im CAD hatte ich das nicht bemerkt weil ich nicht auf die hinteren Bohrungen geachtet hatte.

    Den Rahmen um 1 mm zu kürzen geht nicht, weil die Bohrungen für die Montageecken dann nicht passen beziehungsweise die Muttern dann keinen Platz haben. Den Rahmen und das Umlaufblech um mindestens 3 mm zu kürzen, wäre eine Lösung - was aber letztlich einen erheblichen Umbau bedeuten würde. Die angestrebte Annäherung an des Original, also der OEG 56, wäre dann aber dennoch unvollständig weil einfach zu viele Details abweichen würden.

    Auch mit weiteren Details bin ich nicht so recht weiter gekommen.

    Der Kessel müsste so weit wie möglich nach vorne montiert werden, um dem Original zu entsprechen. Das ist aber schwierig weil die Anschüsse an dem Regner Frieda Umsteuerventil außermittig hinten sitzen - vermutlich um den bei dem Vorbild der Frieda langen Rahmen-Vorbau zu betonen. Die OEG 56 verlangt aber nach genau dem gegenteiligen Effekt. Bei dieser Gelegenheit musste ich auch feststellen, dass Regner die Kesselstütze aus Aluminium gefertigt hat. Das gefällt mir nun gar nicht und ich werde das Teil in Messing anfertigen.

    Das Einzige, was ich diese Woche abarbeiten konnte, war die Montage des neuen Dampfhahns und der restlichen Armaturen sowie die Herstellung eines speziellen Servo-Halters für das Dampfhahn-Servo.


    Die ursprünglich vorgesehenen Lampen von Regner waren mir dann doch zu filigran.

    Ich habe sie nun durch Messing-Gussteile von Herrmann ersetzt.


    Auch mit den Trichterkupplungen bin ich nicht weiter gekommen. Weder mit eigenen Konstruktionen, noch mit kommerziellen Teilen konnte ich die Anmutung der filigranen Trichterkupplung des Originals erreichen und gleichzeitig das sichere Kuppeln von LGB Wagen gewährleisten. Ich habe mich nun entschieden, doch die K&W Kupplung einzusetzen, die dem Original zumindest angemessen ist und problemloses Kuppeln von LGB Rollmaterial erlaubt.


    Mit Kuppeleisen, Pin und Kette sieht das eigentlich ganz gut aus und ich halte das für dem Original angemessen - bedenkt man, dass ein maßstäblicher Nachbau des Originals von vorne herein nicht das Ziel war. Das automatische Kuppeln von LGB-Rollmaterial ist mit dieser Kupplung kein Problem.


    Alles in allem bin ich im Moment ziemlich frustiert. Im Besonderen wenn ich mir die Werke anderer Forenmitglieder anschaue, empfinde ich meinen Umbau nun selbst als ziemlich laienhaft. Zumal der Zeitrahmen, den ich mir gesetzt hatte, bereits zu einem großen Teil verbraucht ist, werde ich mich daher auf meine ursprüngliche Intention besinnen und das Großserienmodell in angemessenem Detaillierungsgrad fertig stellen und besondere Details vielleicht später angehen. Der Zylinderschutz kommt jetzt also erst einmal weiter nach vorne als geplant und den Bahnräumer werde ich vielleicht später ergänzen.


    Viele Grüße

    Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Werner (11. Juni 2022 um 18:10)

  • Hallo Werner,

    ein ehemaliger Kollege meinte einmal, ein Hobby muss über Maßen Geld und Zeit fressen und weh tun. Ich würde sagen es ist alles genau so, wie es sein sollte ;). Im Ernst, Du kommst im Gegensatz zu z.B. mir super voran, Du erstellst dazu einen tollen Baubericht, der überhaupt nicht laienhaft daher kommt und Rückschläge so analysiert, das sogar andere etwas daraus lernen können. Ich glaube, Du brauchst Dich nicht zu verstecken.

    Danke für den tollen Bericht und Viele Grüße,

    Stefan

    ich hier | home | :/ Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

  • Hallo Werner!

    Ich kann mich da Stefans Ausführungen nur anschließen! Was Du da mit Deinen Mitteln fertigst ist mal richtig klasse, weiter so!

    Mein Spruch zumThema lautet: Modellbau dient dazu Probleme zu lösen, die man ohne Modellbau nicht hätte!

    Manchmal hakt es eben, dafür hat man umso mehr Freude, wenn es dann trotzdem klappt. Bei meiner 23er hängt es zur Zeit auch, weil ich nicht weiß, wo und wie ich den Öler unterbringen soll, so daß man unkompliziert hinkommt und er beim Weiterbau nicht im Weg steht.

    Man kann so auch sehen, was für eine Ingeneursleistung dahinter steckt sämtliche Teile für eine Dampflok zu konstruieren, so daß nach dem Zusammenbau eine funktionierende Lok rauskommt...

    Also, nicht frustriert sein, Pause einlegen, weiterbauen...

    Viele Grüße
    Manfred R.

  • Vielen Dank für euren Zuspruch!

    Tatsächlich motiviert mich die Unterstützung und aufzugeben wäre ohnehin keine Option gewesen! Die großen Herausforderungen, wie die Umarbeitung des Führerhauses und die Lackierung stehen mir allerdings noch bevor. Nötigenfalls werde ich den angestrebten Detaillierungsgrad reduzieren, um ihn meinen Möglichkeiten anzupassen.

    Den Link zu Schlapkohl hatte ich gesehen und war überrascht über die teilweise recht günstigen Preise. Allerdings war ich skeptisch, ob der Zinnguss den Belastungen stand hält. Gerade bei der Kupplung kann ich mir nicht vorstellen, dass das Material dauerhaft formstabil bleibt.

    Viele Grüße

    Werner

  • Hallo Werner,

    eine mögliche Alternative, aber leider nicht ganz günstig, wäre vielleicht diese Trichterkupplung hier, wo man auch die LGB Wagen kuppeln kann.

    CFF Trichterkupplung für Lokomotiven

    Diese Trichterkupplung habe ich für meine Betsy zugelegt, damals war der Preis sogar noch leicht höher 🥺

    aber die Freude, als ich die Kupplung in den Händen hatte war riesig 🤩

    So oder so, ich bleibe gespannt an Deinem OEG 56 Projekt dran! Und freue mich, über dass was Du machst!

    PS: In Natural Brass (Messing) habe ich die Trichterkupplung bestellt.

    Cheers Michi

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