Eine Regner RhB Mallet mit Tender

  • Hallo Karsten

    Die Verschraubung rechts vom Brenner ist der am Regnerkessel schon vorhandene Anschluss in den Wasserraum. Dieser ist für die Versuche verschlossen, und ist für den Anschluss der Speisepumpe vorbereitet.

    Ich habe es mit dieser Konstruktion ja sehr einfach, alles ist vorhanden und ich kann es nach meinen Jdeeen vereinigen. Das macht mir auch sehr Spass!

    Deine Bauweise aber bewundere ich immer wieder, du machst viel mehr selbst und deine Konstruktionen sind für mich absolut top!

    Beste Grüße Christoph

    Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere...

    Einmal editiert, zuletzt von Piz (24. September 2022 um 20:50)

  • Ich versteh nicht ganz, dass viele Probleme mit der Abdampfleitung haben. Meine ist im Originalzustand auch ständig auseinender gefallen, beim Aufheben der Maschine, in engen Kurven...

    Seit ich ein kurzes Stück Messingrohr im Gelenk eingelegt habe funktioniert es prima.

  • Ich verstehe durchaus, dass viele damit ein Problem haben…

    Gut hast du eine Lösung gefunden, diese zu kommunizieren hätte eigentlich die Firma Regner selber können.

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  • Statt nach Schramberg,

    ging es in Werkstatt, und zwar heftig. Das einzig Gute an den Umständen, wenn man von der Seuche angesteckt ist, du kannst tagelang in die Werkstatt und alle sind froh...

    Es entstand ein nach oben offener Abdampfkondensator mit integriertem Blasrohr, welches den Dampf seitlich gegen das Kupferrohr austeten lässt. Dieses hilft das Abdampfgeräusch zu erhalten aber vor allem das Ausspucken von Abdampf und Öl zu verhindern. Im Kupferbecher wird restliches Kondenswasser verdampft.



    Das Sicherheitsventil verteckt sich nun unter einem zweiten Sanddom, dies hat mit der Funktion nichts zu tun, und ist durch die Eingebung des Lokgestalters entstanden. Er werden noch diverse kleine Anpassungen am G4/5 Kessel entstehen, so dass er fürs Auge Mallet tauglich wird.


    Ein erster Problelauf auf der Versuchsanlage diente vor allem dem Beimischen von Dampf zwischen HD und ND Fahrwerk. Das eigentliche Fahren auf der Anlage entspricht ja immer der Verbundanordnung, und das funktioniert so gut wie es kann, das heisst das ND Fahrwerk leistet weniger als das HD Fahrwerk. Dies ist aber auf den Schienen nicht sichtbar nur auf den Rollen (ohne Last). Das A und O um die Lok fahren zu lassen, sind heisse Zylinder (alle vier). Das erreicht Regner mit dem Verbundventil problemlos. Mein bewusst späriches Schema hat da mehr Mühe. Es gilt von Anfang an, den Hilfsdampf zu öffnen dies bei geöffneter Zylinderentwässerung. Wenn im Stillstand auch beim ND Fahrwerk Wasser ausgestoßen wird, ist das ein Zeichen, dass mein Dampfschema funktioniert.

    Nun kann schon ab 2 bar die Fahrrichtung gewählt werden und der Regler kurz geöffnet werden. Zwei dreimal hin und her, und die Lok fährt. Erst jetzt die Zylindernetwässerung und Hilfsdampf schliessen, man hört nun den Auspuff des ND Fahrwerks. Wird der Hilfsdampf während der Fahrt bedient merkt man rein gar nichts. Bei diesem ersten Versuch auf der Anlage ist dann der Servo des Hilfsdampfventils gestorben. Der Zischhan hat einen konischen Reiberhan welcher vermutlich durch die Hitze festsass (obwohl nach dem Öler verbaut). Nun habe ich den Zischhahn ausgebaut und die Leitung fest mit einem Gewindenippel verbunden.



    In dieser Anordung sind nun die bewegten Bilder auf den Rollen entstanden. Das HD Fahrwerk läuft nun auf den Rollen ohne Belastung minim schneller:

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    Beste Grüsse Christoph

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    Einmal editiert, zuletzt von Piz (5. Oktober 2022 um 21:37)

  • Guten Abend Christoph,

    "....wenn man von der Seuche angesteckt ist, du kannst tagelang in die Werkstatt und alle sind froh..."

    Na da wünsche ich doch schnelle und vollständige Genesung!!!

    Ich hätte mich in zwei Tagen gern auf den Weg zum Saisonausklang nach Witterswil begeben. Aber Pech gehabt - mich hat's vor drei Tagen auch getroffen. Nun hoffe ich, dass ich die gelbe Flagge bald wieder einholen kann....

    Beste Grüße aus Berlin

    Rainer

  • Guten Tag Rainer,

    da wünsche ich Dir aber schnelle und gute Besserung! Bei uns steigen die Zahlen wieder deutlich an, wir sind definitiv im Herbst angekommen.

    Beste Grüsse aus den Bergen Christoph

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  • Auf der Anlage

    ging der Fahrerkstest weiter.

    Nachtrag zum Gweindenippel, dieser wurde zuerst noch verschlossen, und danach mit einem 0,5mm Bohrer wieder aufgebohrt, das bedeutet, dass die Hilfsdampfleitung permanet mit einer 0,5mm Bohrung vom Dampf Regler zum HD Ausgang verbunden ist (da ja nicht mehr fernsteuerbar). Schon die Bilder auf den Rollen sind in dieser Anordnug entstanden.

    Der Gewindenippel mit 0,5mm Bohrung:


    Auch wurde dem ND Fahrwerk noch ein Bleigewicht beigefügt (Erfahrungen aus dem Malletbericht von Georg). Dieses wurde an der Triebachse "aufgehängt" und belastet dadurch die Federn und die Triebachslager nicht. Die Weissmatell Gewichtsaufhängung ist von Roundhouse (ursprünglich eine Laufachsführung) und war in meiner Restekiste.


    Fotos ab jetzt gekehrt.

    Die Tests auf der Anlage sollten die Lok mit grosser Last zeigen (ohne Last siehe auf den Rollen). Dazu wurde eine Rounhouslok kalt mitgezogen. Diese hat keine Teflonkolben und bewegt sich daher nur mit Kraftanstengung (diese Tests simulieren eine Bergfahrt). Was dabei auffält ist, dass nun das ND Fahrwerk mehr zur Traktion beiträgt als das HD Fahrwerk. Dies ist der permanenten Dampfzufuhr durch dei 0,5mm Bohrung geschuldet. Könnte ich kleiner Bohren würde ich noch Versuche anstellen, aber mit solchen Lasten fährt diese Lok selten am Berg. Für mich ist es im Moment gut, ich werde jetzt die Lok und die Fahrwerke im Betrieb weiter beobachten.

    Einige Fahr Szenen sind entstanden, es sind reine Testszenen. Die Fahreigenschaften dieses Regner Fahrwerks sind beeindruckend, ausser an der Zylindernetwässerung tropft es nirgens. Auch der Wasserverbrauch dieser Lok hätte ich mir grösser vorgestellt. Der grössere Kessel der G4/5 hilft hier natürlich auch mit.

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    Beste Grüsse Christoph

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  • Hallo Christoph,

    Berichte bitte weiter. Mir gefallen einfache Lösungen immer besser als komplizierte, ich frage mich ob das beim kleineren Mallett Kessel auch funktionieren würde. So viel höher ist vermutlich der Dampfverbrauch gar nicht.

    Bei meiner Mallett muss ich die Entwässerung offenhalten bis ich auf Volldruck umstelle, vermutlich wegen Kondenswasser im Schlauch HD->ND der grade nicht aktiv ist. Ich muss aber erst ein neues Servo besorgen um weiter zu testen, das alte ist ja wegen der Abdampfleitung abgesoffen. Dann wären wir wieder bei den einfachen Lösungen, KISS Prinzip :)

    Grüsse, Andi

  • Gefällt!

    Dass es vorne mehr Reibung braucht, hat schon die RhB damals gemerkt, und deshalb die Wasserkasten der Mallets 25-32 um 1906/07 nach vorne verlängert.

    Mir hätte es besser gefallen, Regner hätte die modifizierte Version gemacht. Meine Lok soll dann mal die verlängerten Kasten bekommen.

    Da ich auf die Entwässerung verzichten will, habe ich 100g Blei anstelle des vorderen Servos vorgesehen.

    Grüsse

    Felix

  • Georg

    Es ist keine Umschaltvorrichtung mehr eingebaut. Diese Installation ist fest und kann nicht verstellt werden. Wird das Loch im Gewindenippel kleiner geht das Verhalten mehr in Richtung Verbund, das HD Fahrwerk dominiert. Wird das Loch grösser geht das Verhalten mehr in Richtung Volldruck, das ND Fahrwerk dominiert. Im Moment ist das mein Kompromiss um die Zylinder vor allem auch die ND gut vorwärmen zu können.

    Andi

    Der Dampfverbrauch hat nichts mit der Kesselgrösse zu tun. Ein grösserer Kessel hat einfach mehr Wasser darin, es geht länger bis es ergänzt werden muss. Bei meinen zwei Schläuchen habe ich die Metallringe zur Schlauchbefestigung an den Nippel durch Draht ersetzt (Isolation darauflassen und mit Zange wenig verdrillen). Seither hat sich kein Schlauch mehr gelöst. Was verstehst Du unter KISS Prinzip?

    Felix

    Ich würde mir das nochmals überlegen auf die Zylinderentwässerung zu verzichten. Gerade um die Zylinder vorzuwärmen sind sie unentbehrlich. Ohne, muss alles Kondensat durch die Abdampfleitung, das ist viel mehr als bei einer Zweizylinderlok, denn die ND Zylinder haben noch mehr Messing das aufgeheizt werden muss. Ich schiebe nie eine Dampflok an!

    Wichtig ist auch die Zylinderbefestigung auch an den Schrauben zu isolieren.

    Ja genau die RhB hat die Wasserkasten nach vorne verschoben, dabei wurde der Wasserinhalt nicht vergrössert, es entstanden beim Führerhaus grosse Werkzeug- / Personalkasten.

    Beste Grüsse Christoph

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  • Die Ausfahrt

    auf der euch bekannten Gartenbahn von Theo, fand bei schönstem Engadiner Herbstwetter statt. Das Lok Äussere ist noch nicht fertig, dieses wird im Laufe der nächsten Zeit vervollständigt. Leider hatte es heute viel Wind und Gegenlicht, aber dafür hat die Mallet diese erste Probefahrt technisch bestens Bestanden. Später kam noch "Heidi" von Theo dazu, leider reichte es nur für ein Standbild "im Prättigau", da wir beide mit Fernsteuerungen in der Hand nicht auch noch Filmen konnten.

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    Beste Grüsse Christoph

    Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere...

  • Michi, lieber das erste, das zweite wäre nicht so gut :). Frei auf deutsch übersetzt man sollte keine zu komplizierten Lösungen entwickeln die man dann selbst nicht mehr im Griff hat. Bei meiner Mallet ist das Bajonett am Abdampfrohr jetzt gebrochen, mal schauen was Regner dazu sagt. Sonst werde ich das wohl auch mit einem Schlauch ersetzen.

    Christoph die Lok sieht echt gut aus. Der dickere Kessel mit Tender passt gut zum Mallet Fahrwerk.

  • Wichtig ist auch die Zylinderbefestigung auch an den Schrauben zu isolieren.

    Hoi,

    mir ist das grade aufgefallen, hast du einfach Kunststoff Unterlagsscheiben genommen? Ich hab dort wie von Regner vorgesehen die Schrauben direkt auf den Messingrahmen angezogen :/ . Aber wenn ich mich recht erinnere waren die Schrauben sowieso ziemlich kurz.

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