Meine Märklin - S 3/6 und erste Probleme...

  • Dann mal wieder "Guten Morgen" an die Dampfgemeinde... :)


    habe vorhin noch die Umsteuerung auseinander genommen

    Da scheint wirklich etwas Nacharbeit von Nöten zu sein. Aber mit 2.000er Schleifpapier auf der Glasplatte bekommt man ja trotzdem immer nur Längsriefen oder günstigstenfalls ovale Riefen ins Material, und wenn diese aufgrund der kleinen Körnung noch so flach sind. Mir kam da mal eine Idee:

    Könnte man nicht z.B. eine große Schraube am Kopf oder ein Stück entsprechend starkes Rundmaterial exakt Plandrehen, da dann das Schleifpapier aufkleben und die Steuerscheibe (wenn das mit der "Nase" so geht) in ein Bohrfutter im Reitstock einspannen. Dann das schleifpapierbestückte Rundstück ins Dreibackenfutter und mit viieel Gefühl ganz zart den Reitstock heranführen..? So erhielte man zumidest runde Riefen, was die Dichtwirkung von Metall auf Metall mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verschlechtern wird. Mit dem Umsteuerventil müsste man das gleiche machen, ich hätte mir da eine Einspannung an einem Vierbackenfutter im Reitstock vorgestellt und das Rundstück muss natürlich so lang sein, dass man die Dampfleitungen nicht ablöten muss.

    Ob das so in der Praxis auch funktioniert - Versuch macht kluch! Aber es ist zumindest ein Denkansatzpunkt.

    Weil hier auch schon öfters die Probleme mit den sich immer wieder verhärtenden Gummidichtringen an den Dampfleitungen der Zylinder besprochen worden sind - was spräche dagegen, es hier mal mit Graphitschnur zu versuchen? Ich habe da noch ein Stück von Holzapfel da liegen...

    Für den Fall, dass hier wirklich noch jemand meine Beiträge mit liest - vielleicht helfen die beiden Denkanstöße oben doch noch jemandem, der vor den gleichen Problemen mit dieser und ähnlichen Loks steht.


    Dann habe ich mal eine Frage bezüglich der Stopfbuchsen, speziell an Thomas "Reparatur Märklin BR 18 5503" :

    Ich gehe doch davon aus, dass es sich hierbei um die Stopfbuchse (bei mir Ø 3,2mm) handelt


    Was anderes ist bei mir nicht im Zylinder - hier ist nur noch der Zylinderdeckel im Ganzen

    Was meinst Du damit, dass der Sechskant von Regner geändert werden muss? Es ist doch jetzt schon ein Sechskant...


    Eine letzte Frage von mir, bevor ich bei Regner bestelle: Weiß zufällig jemand aus der Dampfgemeinde, speziell die Schienendampfer mit Erfahrungen auf diesem Gebiet, wie lang das Wasserstandsglas des 6mm-Wasserstandes von Regner für die 18er sein muss? Gleiche Länge wie das originale 4mm-Glas? Ich kenne ja die Regner - Eckstücken nicht, vielleicht sind diese ja anders als die originalen aufgebaut (Eindringtiefe des Glases). Grund der Frage ist nämlich, dass mir Regner das Glasröhrchen samt Ersatzglas mit Länge nach Wunsch schicken kann.

    In der Hoffnung auf eine Antwort zumindest auf die letzte Frage, da ich ja zeitnah bestellen möchte... :rolleyes:

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Ich bewundere deine Ausdauer!

    Hallo Rüdiger,

    vielen Dank für die :BS Ja, von nichts wird nichts und geht nicht, gibt's nicht - letzteres hat früher mal ein Lehrmeister zu mir gesagt, seitdem ist es ein Leitspruch (oder Leidspruch...) von mir. Die Beiträge haben sich übriges überschnitten - jetzt weiß ich, dass ich doch nicht so alleine bin... :)

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Rico

    zunächst, ich bewundere alle, die sich an die Restaurierung einer Lok machen. Ich finde es deutlich schwieriger, sich in die Bau - und Funktionsweise einer fremden Lok ein zu denken, als in einen Eigenbau. Deine Beiträgen zeigen, meiner Meinung nach, dass Du dir zu viele Baustellen aufgemacht hast.

    Nun zu deiner aktuellen Baustelle:

    Stopfbuchsen mache ich seit immer mit verzwirbeltem Teflonband, klappt immer und ist einfach, auch nachträglich zu erneuern, ohne etwas abbauen zu müssen. Die einzelnen Teile des Umsteuerventils würde ich versuchen, mit Schleifpaste ein zu schleifen, wenn diese nicht gar zu maltretiert aussehen.

    Ich habe so ein Umsteuerventil noch nie in natura gesehen, weil ich ein solches für meine Lok´s nicht brauche. Aber ist da nicht eine Dichtung drin?

    Bezüglich Kolben und Kolbenschieber gibt es hier im Forumg etliche Beiträge. Bei meiner BR01 habe ich auch Rundschieber mit den berümt-berüchtigten Teflonhütchen verwendet. Die Kolben nach dem System Regner. Nach vielen Experimenten kam ein befriedigendes Ergebnis heraus.

    Bezüglich Kolbenschieber ist etwas mit neuen Kunststoffen in Bewegung. Schau mal in dem Beitrag "neue Kunststoffe" in der Ruprik Materialien nach.

    Da ein zu steigen hängt ab von Deinen mechanischen Möglichkeiten.

    Aber, wie schon geschehen, wird Dir die Schienendampfgemeinde hilfreich zur Seite stehen.

    Weiterhin viel Erfolgt wünscht Dir

    Günter

  • Moinsen Rico,

    ... Schleifen ... Planschleifen ...

    Die zu schleifenden Bauteile müssen in Form einer "8" über das Schleifpapier gleiten.

    Wenn du es "hin & her" schiebst, bekommst du Riefen und Schrägen, ebenfalls wenn du es im Kreis bewegst.

    Tipp: eine dünne 4mm Glasplatte (gibts in der Regel preiswert beim Glaser), etwa Größe DIN-A4, als Unterlage, darauf das Schleifpapier ...

    dann in einer "8" schleifen ... dann wird es plan ...

    Grüße vom Bucki

  • Hallo Günther,

    Deine Beiträgen zeigen, meiner Meinung nach, dass Du dir zu viele Baustellen aufgemacht hast.

    Ja, das mag stimmen. War aber niemals so geplant; außer etwas optischer Auffrischung und Ändern der Beleuchtung wollte ich nichts weiter an der Lok machen. Ich sammle (unter anderem) Märklin Spur 0 30er Jahre und wollte mir, da ich von früher noch genug LGB-Material da habe, endlich mal eine (elektrische) Gartenbahn bauen. Ach ja, und meine Frau möchte auf Weihnachten noch eine kleine Winteranlage in Spur Z... Während einer online-Auktion, zu der ich wegen der alten Spur 0 registriert war, wurde dann die 18er aufgerufen - Hatte das nur nebenbei im Hintergrund mit laufen, Spur 1 neu war ja nicht meine Rubrik.

    Habe dann spontan geboten, könnte ja auf der Gartenbahn ab und zu mal ein Ründchen damit drehen, dachte ich, und war plötzlich der Besitzer dieser Lok. Habe gedacht, naja, Märklin (Qualität) und Serienfertigung, das wird schon ohne groß zu basteln laufen... Dass die Qualität der 18er dann doch nicht mit den Modellen aus den 30er Jahren vergleichbar ist, habe ich leider erst erfahren, als das erste mal versucht habe, damit zu fahren.

    Dann die Elektronik, neue 2,4 GHz-Funke - Servos neu justiert & eingestellt - aber jetzt! Und..? Pustekuchen. Etwa 6m Schiene drinnen hingelegt, 2x hin- und her, Rückwärts nur mit anschubsen, dann war das Wasser alle. Was sollte ich tun? Dann griff halt eins ins andere über...

    Stopfbuchsen mache ich seit immer mit verzwirbeltem Teflonband, klappt immer und ist einfach, auch nachträglich zu erneuern, ohne etwas abbauen zu müssen.

    Hier ging es ja mehr um den zu großen Durchmesser der Buchse als solches - der vorhandene Teflonring sitzt schon sehr straff auf der Kolbenstange. Aber wenn das verzwirbelte Teflonband diese Differenz überbrücken kann, warum nicht? Wie immer: Versuch macht Kluch und es kostet nichtmal was.

    Die einzelnen Teile des Umsteuerventils würde ich versuchen, mit Schleifpaste ein zu schleifen, wenn diese nicht gar zu maltretiert aussehen.

    Schleifpaste würde es meiner Ansicht nach (siehe hier) zu rauh machen, was aber im Falle der Dampfmaschine gewünscht war. (Öltaschen)

    Denkst Du, dass die beiden Oberflächen "schleifpastenrauh" besser miteinander harmonieren würden? Die Frage war jetzt echt ernst gemeint; ich will ja ohnehin auf jeden Fall weiter mit Öl fahren.

    Nein, malträtiert sehen die Oberflächen nicht aus, wie die Fotos oben zeigen. Es sind nur die (unsauberen) Herstellungsspuren zu sehen und minimale Spuren am Ventilkörper, die Scheibe ist fast jungfräulich... Wohl nicht so oft gelaufen, die Lok - warum wohl?

    Aber ist da nicht eine Dichtung drin?

    Leider nein. Habe schon dran gedacht, eine Dichtung aus Abil N zu machen, aber ich habe Bedenken, dass diese Art Dichtung die ständigen Bewegungen / Reibungen auf Dauer nicht abkönnen wird.

    Bei meiner BR01 habe ich auch Rundschieber mit den berümt-berüchtigten Teflonhütchen verwendet.

    Da bin ich noch am überlegen... Die müssen ja noch bearbeitet werden.

    Bezüglich Kolbenschieber ist etwas mit neuen Kunststoffen in Bewegung. Schau mal in dem Beitrag "neue Kunststoffe" in der Ruprik Materialien nach.

    Da ein zu steigen hängt ab von Deinen mechanischen Möglichkeiten.

    Danke für den Tipp! Guck ich dann gleich mal...


    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Die zu schleifenden Bauteile müssen in Form einer "8" über das Schleifpapier gleiten.

    Wenn du es "hin & her" schiebst, bekommst du Riefen und Schrägen, ebenfalls wenn du es im Kreis bewegst.

    Tipp: eine dünne 4mm Glasplatte (gibts in der Regel preiswert beim Glaser), etwa Größe DIN-A4, als Unterlage, darauf das Schleifpapier dann in einer "8" schleifen ... dann wird es plan ...

    Hallo Bucki,

    Glasplatte und erste Schleiferfahrungen (Einschleifen Schieber und Schieberspiegel beim Flachschieber) habe ich schon. Mir hat man damals gesagt, mit Schleifpapier nur "hin" aber nicht "her" und dann alle paar Schleifbewegungen die Richtung tauschen. Irgendwann war es dann nach Kontrolle mit dem Haarlineal weitestgehend, auf alle Fälle aber für den Zweck ausreichend, plan. Die "8" hat man mir seinerzeit nur für die Schleifpaste geraten - die Frage zur Verwendung selbiger siehe meine Antwort auf den Beitrag von Günther oben. Aber der Unterschied hierbei ist ja, dass der Flachschieber nur hin- und her läuft, sich die Umsteuerscheibe aber dreht - hier also gleich eine "8" . :) Gottlob ist das Umsteuerventil nicht aus Eisenguss wie der Zylinder der Dampfmaschine...


    Ausgangszustand


    Dann über so

    nach und nach zu so

    und am Ende so


    Das mit der "8" wird sich beim Ventilkörper aber vermutlich erst realisieren lassen, wenn die Dampfrohre abgelötet sind - oder sich weit genung (aua!) biegen lassen, ohne zu brechen. Danke für die Tipps,

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Rico,

    es gibt auch feine Schleifpaste wo Du nach dem Einschleifen keine Riefen o.ä. siehst.

    Und dann solltest Du in dem Bericht der 18 er keine anderen Bilder einfügen, da kommen ältere Herren wie ich durcheinander.

    Der gezeigte Gußzylinder und der Schieber sind ja eigentlich eine Katastrophe , lässt sich denn der genau einstellen mit den Macken und den unterschiedlichen Kanälen?

    Leg den zur Seite und arbeite an der 18 er.

    Wenn Du mit gewickeltem Teflonband abdichtest brauch es die Teflondichtung eigentlich nicht, es sei denn die Bohrung im Zylinderdeckel ist mehr als 3,2 mm.

    Wer die Lok einmal gebaut hat weis ich nicht, ob Regner selbst oder ob es ein Regner-Nachbau ist lässt sich aus der ferne nicht beurteilen,

    einfach mal bei Regner fragen. Vielleicht hätten die auch neue Schieber.

    Und noch eine kleine Anmerkung, bei Deinem regen berichten kannst du nicht erwarten dass gleich sofort oder innerhalb weniger Stunden jemand Dir antworten kann, also immer etwas Geduld.

    Viele Grüße

    Manfred

  • Hallo Rico,

    mir gehts da wie Günter. Die Konstruktion der 18er kenne ich nicht.Ich war auch schon drauf und dran mal eine zu kaufen aber mir lief dann eine alte 18er aus WILAG Produktion über den Weg. Die lief von der ersten Stunde an gut.

    Was mir auf anhieb komisch vorkommt. Wenn ich mir die Bilder der Rundschieber anschaue scheint mir da ein Konstruktionsfehler vorzuliegen, denn die Position der Dichtringe ist für Vorwärts "gut" aber bei Rückwärtsfahrt, wenn der Dampf durch die äußeren Kanäle einströmt, fehlt ja der entsprechende Ring als Steuerkante. Ich sehe auch das eine Seite des äußeren Kanals mit dieser Sechskantschraube verschlossen ist. Beide Enden müssen verbunden sein sonst ist da nichts mit Leistung. Wie sieht die Verbindung konstruktiv aus?

    Generell würde ich Arbeitskolben und Stopfbuchse erst mal klassisch nach Regner Methode mit Teflonband dichten. Das funktioniert in Verbindung mit dem Öler hervorragend. Leistung ist da kein Problem so meine Erfahrung gerade bei den älteren Regner Lokomotiven. Der Schwachpunkt liegt wohl beim Schieber. Ist dieser undicht oder, was ich ohne die genaue Position der Bohrungen im Zylinderblock in Verbindung mit den Schiebermaßen nicht beurteilen kann, die Geometrie nicht passend, wird es schwierig. Ich würde da die Regner Rundschieber mit Hütchen als Lösung sehen. Nur müssen da die Abstände der einzelnen Hütchen zu den Bohrungen passen.

    LG,

    Marco

  • Hallo Manfred,

    habe den Zylinder nur zur Erläuterung mit abgebildet. Ist von einer 100 Jahre alten Dampfmaschine, die wieder originalgetreu (also keine Umbauten, keine modernen Werkstoffe) aufgearbeitet wird bzw. wurde. Das Projekt ist eigentlich längst fertig, nur bei der Einstellung der Steuerzeiten will mir ein Bekannter helfen, der neben Dampfmaschinen auch Lokomotiven baut. Also die Maschine steht schon lange Zeit in der Ecke; das wollte ich ohnehin erst auf Weihnachten wieder angehen.

    Und dann solltest Du in dem Bericht der 18 er keine anderen Bilder einfügen

    Ok, dann lasse ich "Fremdbilder" zukünftig sein, ich verstehe, dass das zu Verwirrungen führen kann. Hatte ich zunächst nicht bedacht... :|

    Schleifpaste habe ich in 3 unterschiedlichen Körnungen; die Riefen kommen nur auf den Fotos so stark raus, ist in Wirklichkeit nicht so dolle. Ganz glatt sollte es auch gar nicht sein, damit das Öl besser haften kann. So sagte man es mir jedenfalls damals, als das Projekt mit der 100-Jährigen aktuell war. Daher auch meine Frage vorhin, ob nur Schleifpapier oder auch Schleifpaste - hier bei der 18er liegen ja die Dinge vollkommen anders.

    Wenn Du mit gewickeltem Teflonband abdichtest brauch es die Teflondichtung eigentlich nicht, es sei denn die Bohrung im Zylinderdeckel ist mehr als 3,2 mm.

    Du meinst sicher die Stopfbuchsen..? Die Bohrung ist 3,2mm.

    Und noch eine kleine Anmerkung, bei Deinem regen berichten kannst du nicht erwarten dass gleich sofort oder innerhalb weniger Stunden jemand Dir antworten kann, also immer etwas Geduld.

    Ja, stimmt schon. Vielleicht bin ich auch von anderen Foren etwas "verwöhnt", da kommen auf reichlich bebilderte Bauberichte manchmal fast schon zu viele Antworten, so dass man dann vom Rechner gar nicht mehr so schnell wieder weg kommt. Auch die Verweise auf andere bzw. ähnlich Projekte, welche teilweise auch mit "Fremdfotos" illustriert werden, kenne ich von anderen Foren.

    Da ich noch sehr neu hier im Schienendampf-Forum bin, bitte ich noch um etwas Nachsicht. Die Gepflogenheiten sind halt überall etwas anders und man muss sich an den Stil immer erst etwas gewöhnen... Aber ich gelobe Besserung! :saint:

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Marco,

    Was mir auf anhieb komisch vorkommt. Wenn ich mir die Bilder der Rundschieber anschaue scheint mir da ein Konstruktionsfehler vorzuliegen, denn die Position der Dichtringe ist für Vorwärts "gut" aber bei Rückwärtsfahrt, wenn der Dampf durch die äußeren Kanäle einströmt, fehlt ja der entsprechende Ring als Steuerkante. Ich sehe auch das eine Seite des äußeren Kanals mit dieser Sechskantschraube verschlossen ist. Beide Enden müssen verbunden sein sonst ist da nichts mit Leistung. Wie sieht die Verbindung konstruktiv aus?

    Ehrlich gesagt, ich habe nicht die geringste Ahnung, warum der Kanal verschlossen ist. Habe es auch gleich bemerkt, mir aber nichts dabei gedacht, da es ja bei allen 18er Loks so zu sein scheint; zumindest was die Bilder hier im Forum angeht, die ich bis jetzt gesehen habe. Hängt vielleicht mit dem Verhältnis Regner-Märklin zusammen? Dass der Zylinder ursprünglich für eine andere Steuerung geplant war und dass die nun "überflüssige" Öffnung kurzerhand zugeschraubt wurde. Anders kann ich es mir nicht erklären. So sieht es im eingebauten Zustand aus:

    Die gute Vorwärtsfahrt könnte ich mir noch aus dem Loktyp erklären, es ist ja eine Schnellzuglok und keine Rangierlok. Dass sie rückwärts schlechter als vorwärts läuft, habe ich hier auch schon öfters gelesen. Ich gehe davon aus, sollte die dritte Leitung auch Dampf bekommen, müsste man wohl die gesamte Umsteuerung neu bauen; denn wo sollte man ein Dampfrohr anschließen, welches man statt der Blindschraube in den Zylinder setzt..? Daher fehlen wohl auch die Dichtringe der rückwärtigen Steuerkanten, da diese bei der vorliegenden Konstruktion herstellerseitig anscheinend auch als überflüssig betrachtet worden sind. Doch sind das alles nur Vermutungen bisher; meine theoretische Prüfung mit dem ganzen erforderlichen Wissen (u.a. Steuerkanten, Ein- und Ausströmüberdeckung, und und und) zum Dampflokführer liegt knapp 25 Jahre zurück; und ungenutztes Wissen verschwindet mit der Zeit. Dass es nie zur praktischen Ausbildung gekommen ist, macht die Sache auch nicht einfacher...

    Der Schwachpunkt liegt wohl beim Schieber. Ist dieser undicht oder, was ich ohne die genaue Position der Bohrungen im Zylinderblock in Verbindung mit den Schiebermaßen nicht beurteilen kann, die Geometrie nicht passend, wird es schwierig. Ich würde da die Regner Rundschieber mit Hütchen als Lösung sehen. Nur müssen da die Abstände der einzelnen Hütchen zu den Bohrungen passen.

    Genau das ist meine größte Sorge - die Schieber. Von den Regner'schen Rundschiebern schwärmen hier ja viele, es gibt auch einen sehr anschaulichen Bericht hierzu. Durch die "doppelten" Teflonhütchen sind, so wie ich das sehe, auch die rückwärtigen Steuerkanten vorhanden. Im oben erwähnten Bericht von Thomas sind auch beide Schieber mal im Vergleich dargestellt, was ich sehr informativ finde, wenn man die Regner'schen Schieber nicht selbst zur Hand hat, um sie direkt vergleichen zu können.

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Ich werde am Besten mal bei Regner direkt bezüglich der Fahrertüchtigung / Umbau der 18er anfragen, zumal man mir (Frau Hollenbach) so nett und ausführlich auf meine Fragen bezüglich des Wasserstandes geantwortet hat. Ich gehe davon aus, dass ich nicht der erste bin, der sich mit dieser Thematik an Regner wendet...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Rico, hallo Marco,

    was soll der Rundschieber denn steuern, das macht doch das Umsteuerventil vorne, oder ???

    Ich kenne Loks mit Umsteuerventil und damit regle ich vorwärts , rückwärts und stop.

    Bei schiebergesteuerten Loks wird die Umsteuern doch durch den Schieber gemacht.

    Ist dieser Schieber bei der Lok von Rico nur ein Dummi ?

    Wer klärt mich und Rico auf ?

    Viel Grüße

    Manfred

  • Hallo Manfred,

    das Umsteuerventil tauscht lediglich die Dampfkanäle um. Das bedeutet das der Rundschieber im Zylinder einmal den Frischdampf bei Vorwärtsfahrt in der Mitte bekommt (außen Abdampf) und Rückwärts kommt der Fischdampf über beide Aussenkanäle (mitte Abdampf). Ganz simpel. Das setzt aber vorraus das der Schieberaufbau symetrisch ist. Das Prinzip ist gleich wie bei der Frank's. Da habe ich bei 2 Loks den Umbau der Schieber gemacht und da geht nun nichts mehr danneben. Die Rundschieber sind dicht. Ein klarer Auspuff ohne Genuschel und Kraft ohne Ende. Glaub mir ich weiss von was ich da rede.

    Liebe Grüße,

    Marco

  • Hallo Rico,

    Daher fehlen wohl auch die Dichtringe der rückwärtigen Steuerkanten, da diese bei der vorliegenden Konstruktion herstellerseitig anscheinend auch als überflüssig betrachtet worden sind

    Genau da liegt das Problem. Da ist am falschen Ende gespart worden.

    LG

    Marco

  • Hallo Rico!

    Die Zylinder können Links oder Rechts eingebaut werden , also hast du zwangsläufig eine Öffnung zu viel ! Du brauchst dich jetzt nicht unter dem Teppich verstecken , wir sehen dich so wie so nicht. Die Umsteuerscheibe schleife ich immer zum Schluss mit einer drehenden Bewegung ein, weil erst mit einer lückenlosen "Schallplatte" das Tragbild Fehlerfrei ist. (ohne die Scheibe zu verkannten!!). Riffen "verzahnen" sich wenn die Führung spielfrei ist.

    L.G. Wolfgang Franz K.

  • Hallo Manfred,

    in dem Falle bin bzw. war ich von Anfang an der Ansicht von Marco; zumindest habe ich irgendwie in diese Richtung gedacht. Und zwar als ich herausgefunden habe, dass die eigentliche Heusinger-Steuerung der 18er, naja, wie soll ich mich ausdrücken, mehr oder weniger nur Atrappe ist. Die Lok Ist im Grunde wie eine einfache stationäre Dampfmaschine aufgebaut: Der Schieber steuert "starr" die Dampfverteilung in den Zylinder. Eine Änderung der Zylinderfüllung oder der Fahrtrichtung ist mit diesem Schieber, zumindest in der Art, wie er angesteuert wird, unmöglich. Das Ganze ist nur optisch mit Gegenkurbel, Schwingstange, Schwinge usw. etwas ansehnlicher gemacht worden. Eigentlich würde es rein technisch genügen, Die Treibstange über einen Exzenter (oder der Gegenkurbel) direkt mit dem Schieber zu verbinden - die Lok würde genauso fahren wie jetzt. Die Komplette Dampfsteuerung übernimmt die Umsteuerscheibe. Bitte um Korrektur Marco, wenn ich das jetzt falsch ausgedrückt habe.

    das Umsteuerventil tauscht lediglich die Dampfkanäle um. Das bedeutet das der Rundschieber im Zylinder einmal den Frischdampf bei Vorwärtsfahrt in der Mitte bekommt (außen Abdampf) und Rückwärts kommt der Fischdampf über beide Aussenkanäle (mitte Abdampf).

    Ich vermute, dass der Zylinder bzw. der Schieber auch "normal" angesteuert werden könnte, indem man die blind verschraubte Öffnung des Zylinders nutzt, vorausgesetzt, es gibt auch tatsächlich einen weiterführenden Dampfkanal hinter der Blindschraube. Aber dazu müsste man wohl die Heusinger Steuerung wirklich in allen Teilen aktiv machen und dadurch die Umsteuerscheibe überflüssig - da aber anstelle dessen der WYKO-Umbau auf Flachschieber praktiziert wird, um einen vergleichbaren Effekt zu erhalten, ist meine Vermutung wohl nur reine Theorie; denn wozu den kompletten Schieber umbauen, wenn man den Vorhandenen bzw. den von Regner mit den doppelten Teflonhütchen nur anders ansteuern müsste.

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Wolfgang,

    Die Zylinder können Links oder Rechts eingebaut werden , also hast du zwangsläufig eine Öffnung zu viel !

    Uppss... An die Möglichkeit, nur EINEN Zylinder zu bauen, den man für beide Seiten benutzen kann, habe ich noch gar nicht gedacht. Jetzt wird nicht nur die Blindschraube logisch, sondern auch der WYKO-Umbau. Also hatte ich damit Recht, dass meine Idee oben tatsächlich nur reine Theorie ist und in der Praxis so nicht durchführbar. Aber ich denke, ein Schieber mit den passenden Steuerkanten würde trotzdem nicht schaden...

    Du brauchst dich jetzt nicht unter dem Teppich verstecken , wir sehen dich so wie so nicht.

    Geht ohnehin nicht, dazu bin ich viel zu dick... :)

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Kleiner Nachtrag:

    Die Umsteuerscheibe schleife ich immer zum Schluss mit einer drehenden Bewegung ein, weil erst mit einer lückenlosen "Schallplatte" das Tragbild Fehlerfrei ist. (ohne die Scheibe zu verkannten!!). Riffen "verzahnen" sich wenn die Führung spielfrei ist.

    Danke für den Tipp mit der "Schallplatte" - das leuchtet ein. Ich denke mal wir sprechen hier von feinkörniger Schleifpaste...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

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