Meine Märklin - S 3/6 und erste Probleme...

  • Die neuen Kunststoffe sind für mich so alt, wie unsere Versuche mit dem Teflonmaterial.

    Unser= Gottfried u. Wolfgang. Die Teflonhütchen hat Regner von mir übernommen.

    L.G. Wolfgang Franz K.

  • Hallo Wolfgang,

    IGUS-Lager kenne ich schon länger, ich verwende sie z.B. als außenliegende Wellenlager bei meinem U-Boot, da diese durch das Wasser geschmiert werden - aber das nur nebenbei erwähnt.

    Ich habe gerade eine Mail an Regner geschrieben, in der ich meine Probleme kurz geschildert habe. Ich bin natürlich stark an den von Dir erwähnten Schiebern mit den Teflonhütchen und vor allem an deren Anpassung für die 18er interessiert. Vielleicht kannst Du mir dazu dann einige Tipps geben. Auch die Kolbenstangen der Arbeitskolben müssen ja angepasst werden; in einen 3mm-Nirostab ein M2-Gewinde schneiden ist kein Problem, aber den Vierkant, um die Kolbenstange in den Kreuzkopf drehen zu können, müsste ich händisch feilen. Daher würde ich für die Kolben zunächst die im Forum gelesene Variante mit der Teflonband-Wicklung versuchen - es sein denn, Du rätst mir davon ab, weil es vielleicht nicht viel bringt. Ich selbst habe nämlich mit Teflon null Erfahrung, da ich es im Modellbau noch nie verwendet habe.

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Die Firma Kubo Tech habe ich bei einem Messebesuch in Wien kennen gelernt und mit Gottfried diese Technologie an gewannt. Aus Rücksicht der Firma Regner gegenüber, haben wir nur die Kolben modifiziert. Es stellt sich heraus, dass reines Teflon (weiß) am besten ist. Gott sei dank hat Christian diese Bauart im Forum veröffentlicht denn meine Frau hat mich mit ihrer schweren Krankheit sehr gefordert. Das Messing auf Messing reibt hat mich schon immer gestört, aber erst mit der Zustimmung von Regner, baute ich den ersten Teflonkolben.

    L.G. Wolfgang Franz K.

  • Hallo Rico

    Ich lese immer mal wieder nach, du schreibst ja sehr ausführlich. Es macht fast den Eindruck, dass du auf immer neue Probleme stösst. :( Das schadet aber nicht, es gibt wohl kaum einen besseren Weg, seine Maschine kennenzulernen.

    Die Dichtungen sind meiner Meinung nach O-Ringe. So habe ich es zumindest in Erinnerung. Da kriegst du sicher bei der Firma Regner Ersatz. Ebenso für die Dichtungen der Zylinderdeckel und allenfalls passen da auch die neuen Teflonkolben. Dann dürfte das mit dem Leck auch gegessen sein. Die Stopfbuchsen würde ich ebenfalls neu machen. Das ist ja keine grosse Sache.

    War die Maschine nicht eine Kooperation zwischen Regner und Märklin?

    Guten Mut und frohes schaffen.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz.

    Joas

    Bauen macht Spass, aber fahren auch.

  • Hallo Joas,

    Es macht fast den Eindruck, dass du auf immer neue Probleme stösst.

    Das trifft den Nagel auf den Kopf - geht mir aber irgendwie fast immer so. Hinter einem Problem versteckt sich das Nächste...

    Die Dichtungen sind meiner Meinung nach O-Ringe.

    Du meinst sicher diese Dichtungen an den Dampfrohren


    Da kriegst du sicher bei der Firma Regner Ersatz. Ebenso für die Dichtungen der Zylinderdeckel und allenfalls passen da auch die neuen Teflonkolben.

    Stehe zur Zeit mit Regner in Kontakt, man möchte sich da (aus verständlichen Gründen) nicht festlegen, was wo passen könnte. Zumindest für die Dichtungen habe ich einen Schneidplotter und für die kleinen Schraublöcher Locheisen da - habe auf diese Art schon so manche Dichtung aus Abil N gemacht. Stopfbuchsen neu ist klar; aber das Hauptproblem ist derzeit die Umsteuerscheibe. Auf dem Video aus Beitrag #56 sieht man den rechten Zylinder stark tropfen - da die Umsteuerscheibe aber zum Aufnahmezeitpunkt auf neutral stand, hätte der Zylinder eigentlich gar keinen Dampf kriegen dürfen. Aber das Problem Umsteuerscheibe will ich mit einschleifen und Tellerfedern beheben - dann tropft und bläst der rechte Zylinder nur noch während der Fahrt ;).

    Neue Teflon-Steuerkolben von Regner und mit den Tipps und Erfahrungen der Schienendampfer hier (habe eigentlich alle Beiträge zum Thema in den letzten Tagen gelesen) anpassen und einbauen; eine Drehbank besitze ich glücklicherweise.

    War die Maschine nicht eine Kooperation zwischen Regner und Märklin?

    Ja, war es... Wenn auch vieles, soweit ich das weiß, anders geplant war als die Ausführung, die letztendlich produziert wurde. Meiner Kenntnis nach stammen nur Kessel, Brenner, Öler und die Achsen von Regner.

    Guten Mut und frohes schaffen.

    Vielen Dank !! :)

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo!

    Ich mache die Schraubenlöcher der Zylinderdichtungen mit einem Stecher. Deckel mit Dichtung auf den Zylinder legen und blind ausrichten. Mit dem Stecher durch eine Bohrung in den Zylinder stechen und eine Schraube ein drehen. So kann nichts verrutschen. Und so weiter. Die Schrauben liegen so ganz an der Dichtung an und helfen beim Abdichten mit.

    L.G. Wolfgang Franz K.

  • Hallo Rico,

    natürlich ist es schön auf diese Weise Deine Lok besser kennenzulernen, aber

    lese mal sorgfältig meinen Beitrag dazu (meine s 3/6 ist fast Baugleich).

    dampfandy
    3. Juni 2021 um 16:51

    Das ist ein gutgemeinter Ratschlag denn an dem Punkt wo Du jetzt stehst war ich (auch andere im Forum) auch schon.

  • Hallo Andy,

    habe Deinen Beitrag schon früher gelesen, aber dann nicht weitergemacht, da mir die Geschichte mit der Kohlefeuerung mehr als eine Nummer zu groß war. Das wäre, als wenn man einem Fahranfänger einen Sportwagen mit 520 PS als "Anfängerauto" hinstellen würde. Vorhin gerade habe ich dann mal wirklich bis zu Ende gelesen und fand den Bericht ab #79 interessant. Wie es aussieht, hattest Du bereits Regner-Schieber oder vergleichbare drin, denn die originalen von Märklin sehen völlig anders aus.

    Die erste große Frage, die sich mir auftut:

    Besteht der abgebildete Schieber nur aus Teflonhütchen auf Silikonschlauch mit (nicht abgebildeten) Distanzscheiben aus Messing - also quasi wie die Perlen auf eine Kette aufgefädelt..?

    Um es gleich vorweg zu nehmen: maschinentechnisch bin ich nur mit einer kleinen Drehbank, Bohrmaschine und Möglichkeiten zum Hartlöten ausgestattet. Fräse & Co besitze ich nicht; und wenn, würde mir jegliche Erfahrung dafür fehlen. Also käme der Selbstbau von Flachschiebern für mich definitiv nicht in Frage, der WYKO-Umbau kommt finanztechnisch leider ebenfalls nicht in Frage.

    Ich hatte mich eigentlich im Inneren bereits zur Verwendung der Regner-Steuerkolben Nr. 20165 entschieden; Regner ist so kulant, und würde (natürlich unbearbeitete und unbenutzte) Teile ggf. auch zurücknehmen, daher wollte ich mir 1-2 Schieber mehr bestellen, falls beim Bearbeiten mal was in die Hose geht. Ich wollte mir nie eine Dampflok selbst bauen - wurde da aber durch die fehlkonstruierte 18er quasi ins kalte Wasser geworfen. Deshalb habe ich mir auch nie einen Bausatz gekauft, bei dem noch maschinelle Nachbearbeitungen nötig gewesen wären. Ich dachte bei der 18: Wasser rein, Gas rein, Öl rein, anzünden und ab geht's. Was draus geworden ist, kann man hier nachlesen... ;(

    Normalerweise sammle ich alte Dampfmaschinen, aber jetzt nicht Märklin, Doll, Bing oder so, sondern richtige Unikate, wie z.B. Meisterstücke oder zeitgenössische Eigen- und Umbauten. Viel jünger als 80-90 Jahre sollten diese Maschinen nicht sein, so 100 Jahre ist ideal. Wo kein passender Kessel zu bekommen ist, sollte Selbstbau angesagt sein - dafür genügt auch meine Werkstatt. Ich habe früher Drehen, Fräsen, Hartlöten, Schweißen (autogen und elektrisch) und sogar noch Schmieden gelernt - aber alles bei der großen Eisenbahn. Daher meine vollkommen fehlende Erfahrung in der beim Dampfmodellbau geforderten Präzisionsbearbeitung.

    Ich möchte mit der 18er einfach nur fahren, ohne Geschwindigkeits- oder Zugkraftrekorde aufstellen zu wollen - daher meine "billig"-Variante mit gezwirbeltem Teflonband oder Teflonschnur abgedichtete Arbeitskolben, ein eingeschliffenes und (im Rahmen der Möglichkeiten) funktionierendes Umsteuerventil und die oben genannten Schieber von Regner. Diese dann auf der Drehbank wie im Bericht von Thomas anzupassen, würde ich mir noch zutrauen...

    Sorry jetzt für den von mir vielleicht ein wenig zu ausführlich behandelten Hintergrund - aber ich wollte einfach nur sagen, wo meine Grenzen liegen; frei nach dem Motto: "Schuster, bleib bei Deinen Leisten!"

    Trotzdem oder gerade deswegen bin ich natürlich für jeden Hinweis dankbar, der mir hilft, die 18er mit meinen Mitteln wieder zum Leben zu erwecken... :)

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

    Einmal editiert, zuletzt von Lokheizer (28. September 2022 um 22:28)

  • Liebe Dampfgemeinde,

    ich habe jetzt etwas über die Steuerung der 18er nachgedacht; speziell die Beiträge #68 und #73 von Marco und der Beitrag #75 von Wolfgang, welch letzterer mich erst so richtig zum Denken gebracht hat...

    Das Umsteuerventil tauscht nur die Dampfkanäle Frischdampf gegen Abdampf; der Schieber bleibt "starr" und macht eigentlich immer nur das gleiche. So richtig stutzig geworden bin ich beim Betrachten eines Videos von Henry K. auf Youtube, wovon ich mir hier mal 2 Schnipsel "ausgeborgt" habe:

    Vorwärtsfahrt:

    [youtube]

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    Das Verhältniss zwischen Voreilhebel und Schieberschubstange ist hier für mich das Interessante; sie bewegen sich zwar nicht Synchron, aber in gleicher Richtung zueinander.


    Rückwärtsfahrt:

    [youtube]

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    [/youtube]

    Ganz anders bei Rückwärtsfahrt - hier bewegen sich Voreilhebel und Schieberschubstange gegenläufig zueinander. Also ich drück es mal vereinfacht und technisch sicher nicht ganz korrekt aus: So blöd das auch jetzt klingen mag, aber der Schieber "fährt" noch immer vorwärts, während der Kolben und damit der Kreuzkopf samt Lok rückwärts fährt. Dies geschieht, wie bereits im Beitrag #76 oberhalb des Zitats erwähnt, durch die Änderung der Dampfkanäle mittels Umsteuerscheibe.

    ( Henry K. - Ich hoffe, dass ich jetzt nicht irgendwelche Rechte verletzt habe, das Video ist ja jedem öffentlich zugänglich)


    Jetzt wieder mal die große Frage in die Runde:

    Benötigt der Schieber/Steuerkolben bei dieser Konstruktion die durch Märklin fehlenden Steuerkanten überhaupt? Der Schieber ändert sich ja nie, er öffnet und schließt ja immer nur die gleichen Dampfkanäle; halt einmal so rum und einmal so rum.

    Theorie: Würde ich das Umsteuerventil komplett ausbauen, und die beiden Dampfrohre der Zylinder einfach direkt verbinden, natürlich noch ein T-Stück jeweils zur Dampfzu- und Abführung mit einlöten, würde die Lok bei dichten (!) Originalschiebern gut fahren - aber eben nur in eine Richtung, je nachdem, wie ich die Dampfrohre angebunden hätte. Liege ich soweit erstmal richtig..?

    Also müsste es jetzt, sollte mein obiger "Geistesblitz" tatsächlich der Realität entsprechen, genügen, einfach nur die Umsteuerscheibe und die origialen Märklin-Steuerkolben/Schieber abzudichten; bei letzteren müsste man eben die geschlitzten Teflonringe ersetzen. Durch was..? Noch keine Ahnung - aber theorethisch müsste es doch so funktionieren..?

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Mal eine spezielle Frage Wolfgang: Ich bin jetzt erst auf Deinen Beitrag vom November 2020 gestoßen... Frage: sind die kleinen äußeren Teflonringe der abgebildeten Schieber geschlitzt oder ist dieser Teil auch zerlegbar?

    Nun mag es ja in manchen Augen etwas naiv wirken, aber mir gefallen diese Schieber und ich würde diese gerne in meiner 18er einsetzten; höchstwahrscheinlich ist neu fertigen besser, als zu versuchen, die ungeeigneten Märklin-Schieber zu verschlimmbessern. Wenn die Teflonringe vielleicht ~ 1 Zehntel größer als der Messingteil ausgeführt würden, könnte man doch die Reibung Metall auf Metall verhindern..?

    Habe am Wochenende übrigens mal mit einem Bekannten über die Problematik Teflon - Metall - Öl - Ölfrei gesprochen; er hat zwar auch schon Kolben mit Teflon gedichtet, ist aber sonst eher der "alten Schule" zuzuordnen. Er meinte, man sähe einfach alles viel zu kompliziert und mache es sich damit unnötig schwer. Ich kann weder das eine noch das andere beurteilen, da ich bisher weder da noch dort Erfahrungen gesammelt habe. Jedenfalls baut er schon jahrelang Dampfmaschinen und Dampfloks von Spur 1 bis 5" und die laufen alle, teilweise tagelang im Ausstellungsbetrieb - wobei ich nicht glaube, dass er außer vielleicht Manometern o.ä. fertige Teile kauft. Doch das nur mal am Rande, hat halt jeder so seine Ansichten und das ist denke ich auch gut so... :)

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

    Einmal editiert, zuletzt von Lokheizer (5. Oktober 2022 um 23:02)

  • Hallo liebe Dampfgemeinde,

    nachdem der Webshop von IR-Dichtungstechnik (Danke Stefan stth für den Link) jetzt paar Tage nicht erreichbar war, habe ich am Sonntag endlich meine Dichtungen bestellt, welche heute gekommen sind. Zuerst die kleine Enttäuschung: Der "zöllige" Vitonring 10,82 x 1,78, der bei den 14er Kolben eigentlich passen müsste (?) hat den ersten Versuch nicht überlebt; er ist am Dampfkanal abgeschert worden. Als Montagehilfe habe ich 08/15-Feinmechaniköl, harz- und säurefrei, genommen. Nun kommt die Schuldfrage: Falscher O-Ring, falsche Montagemethode oder habe ich mich zu ungeschickt angestellt..? :(

    Für die Dampfrohre (Nut Ø innen 3,7 - außen Ø 5,0) zum Umsteuerventil habe ich mir O-Ringe 3,5 x 1 bestellt; jeweils als EPDM- und Silikonringe. Die Silikonringe habe ich nach einem ersten Fehlversuch gut drüber bekommen - der "lustige" Teil mit dem Einführen ins Umsteuerventil kommt ja erst noch... Ich versuche es mit dem Rat vom Wolfgang (An dieser Stelle nochmal Danke Wolfgang für die ausführliche Beratung!!) und werde die Kanten der zwar gefasten, aber sehr scharfen Bohrungen am Umsteuerblock etwas brechen.


    Den Umsteuerblock samt Umsteuerscheibe habe ich vorhin mal versucht, einzuschleifen.

    Erst die "8", dann im Kreis - die "8" war beim Umsteuerblock gar nicht so einfach, da die Dampfrohre nicht viel Spiel gelassen haben. Die Längsriefen der Herstellung waren so tief, dass ich zuerst mit 800er ran musste und danach erst mit 1000er und 2000er ein spürbares Ergebniss erzielt habe.

    Der Unterschied ist schon krass - ob es so schon reicht, oder ob ich besser nochmal mit verdünnter Schleifpaste drüber gehe..? :/ So richtig nach Schallplatte sieht es momentan irgendwie nicht aus...


    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Moin Rico,

    zu Deiner Frage - der Außendurchmesser eines O-Rings ergibt sich aus dem Innendurchmesser + 2x Schnurstärke, damit kommst Du auf 14,38 mm bei den von Dir angefragten.

    Der vorgesehene O-Ring muss genau in die Bohrung passen. Seine Vorspannung erhält er üblicherweise durch einen leicht erhöhten Nutgrund - 10 - 15 % der Schnurstärke, die Nut sollte um 10 - 20 % breiter sein als die Schnurstärke, damit der Ring sich ordentlich setzen kann.

    In Deinem Fall wären nach meiner Auffassung also ein O-Ring 10 x 2 mm oder zwei O-Ringe 11 x 1,5 mm rotem Silikon am besten geeignet.

    Ich hoffe geholfen zu haben

    Dietrich

  • Hallo Dietrich,

    vielen Dank für den Tipp! Die Silikonringe 3,5 x 1 sind für die Dampfrohre gedacht, da Silikon keine guten Gleiteigenschaften besitzen soll; zumindest bei diversen Händlern bzw. Herstellern ist das so zu lesen und man empfiehlt daher nur statische Einsatzbereiche. Deshalb am Kolben der Viton-Ring.

    Mein Problem, daher die Frage, ob ich mich zu ungeschickt angestellt habe, war ja, dass ich den Kolben mit dem Viton-O-Ring trotz Einölen nicht im Ganzen in den Zylinder bekommen habe und ihn gleich am vorderen Dampfeinlass "ausgeschält" habe, obwohl ich verucht habe, so "zärtlich" wie möglich zu agieren, ohne den Kolben zu verkanten. Gestern von mir unerwähnt geblieben ist zudem, dass sich der Kolben so gut wie gar nicht bewegen ließ und ich ihn mit der Zange aus dem Zylinder ziehen musste, um den kaputten O-Ring wieder entfernen zu können.

    Daher bin ich jetzt ein wenig erstaunt, dass Du mit 10 x 2 eine noch größere Schnurstärke empfiehlst. Der 10er Ring kommt ja auf die Kolbennut mit Ø 11 und wird sich dehnen müssen, wenn er auf Ø 11 liegt. Das ergäbe ja bei Schnurstärke 2 einen Außen-Ø von 15 und dürfte damit noch schlechter in den Zylinder zu bekommen sein als der Ring mit Ø 10,82 x 1,78 - zumal die Nutbreite ja auch nur 1,8 beträgt. Habe mich hier orientiert; daher wie gesagt meine Vermutung, dass ich einfach nur was falsch gemacht habe...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • flachschieber: Hallo Marco,

    Du empfiehlst einen Silikon-Ring mit den gleichem Maßen wie mein Viton-Ring; lässt sich das Silikon leichter einführen, als das Viton..? Der Viton-Ring ist 75 +/-5 Shore A und der von Dir empfohlene Silkon-Ring 70 +/- 5 Shore A. Sollte dieser kleine Unterschied in der Härte das Zünglein an der Waage sein..? Oder anders gefragt: Wie hast Du die Kolben in den Zylinder eingeführt?

    Und wie verhält es sich dann mit der lt. Hersteller nicht vorhandenen Gleitfreudigkeit des Silikons? Eigentlich komisch, denn z.B. zur Auspuffmontage am Auto benutze ich immer Silikonspray, um die Aufhängungen an den Gummilagern heraus- oder hinein zu bekommen... :/

    Danke, Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

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