Hallo gedreivier, Manfred,
im Modellbau sollte es zu stellenweiser Abnutzung des Führungsbettes durch die rel. wenige Benutzung kaum, wenn überhaupt, kommen.
Voraussetzung ist natürlich ein gutes Gussbett.
Mir sind aber keine handelsüblichen Hobbydrehmaschinen bekannt, die weder Guss- noch gehärtete Stahlbetten haben. Letztere eher selten.
Bei Ober- und Quersupport erfolgt die Justage durch die Andruckfeder/-schiene und die Stellschrauben.
Sollte es trotzdem (z.B. bei einer aus der Industrie ausgesonderten Maschine) mal der Fall sein, so habe ich in meiner Lehre folgendes gelernt:
1. den Schlitten in die vermeintlich am stärksten benutzte Lage fahren,
2. den Schlitten in eine Endlage fahren und danach auf das gesamte Maschinenbett dünn Retuschierpaste auftragen,
3. ihn einmal hin und her fahren, um die tatsächliche Stelle zu finden,
4. die Stellen, an denen die Paste abgetragen ist, mit einem Flachflächenschaber bearbeiten,
5. Pkt 2 - 4 so oft wiederholen, bis auch auf der abgenutzten Stelle keine Paste mehr haftet.
Das ist eine sehr mühsame Arbeit!
Keinesfallls sollte im Hobbybereich eine Bearbeitung mit Schleifpapier oder -Leinen erfolgen!
Eine Justage des Schlittens sollte nicht erforderlich sein, das diese Arbeit im Mikrometerbereich liegt.
Ansonsten bleibt nur die Demontage des Bettes und das Abschleifen desselben in einer entsprechenden Fachwerkstatt.