• Die Kammern werden durch ein Lochblech getrennt. Das Lochblech ist aus VA und sitzt da wo beim Original die Rostfläche sitzt.

    Wird der Brenner gezündet brennen oben viele kleine Flammen und bringen dann das Blech zum Glühen.

    Das Konstruktion hört sich an als sehr interessant! Obwohl ich bin nicht ganz sicher das ich es wirklich richtig verstehe. Ich verstehe es als ob eine Gas und Luftmischung in das "Aschkasten" eingestrahlt wird, und dann oben das "Rost" brennt?

    Zusammen mit eine echt Wasserummantelte Feuerbuchse, wirt das ja eine sehr vorbildsnahe Konstruktion. Es hört sich ja an, als ob es im Princip auch für Kohlefeurung genützt werden konnte?!? (Ein wenig modifiziert. Eine fest eingelötete Rost zum beispiel, kan mann ja nicht haben.)

    Aber es muss wohl eine Gasdüse und irgendwie regeln von Lufteinmischung geben?

    Einmal hat es eine Möglichkeit eine Wilag S3/6 günstig zu kaufen gegeben, aber mein Eindruck ist man soll lieber seine Finger davon lassen?! Aber vielleicht nicht?

    (Ich habe ja aber schon auch eine Märklin BR18. Noch ein gasgefeuertes Modell von das selbe Baureihe sich zulegen, denke ich ist ein wenig übertrieben.)

    Mit freundlichen Grüßen,

    Anders Grassman
    Mitglied Stockholm Livesteamers
    Fahre Aster P8, Märklin BR18 und BR89

  • Guten Tag Marco

    Ich freue mich sehr für Dich, dass Du ein Problem mit zuviel Wärme hast. Bei meiner Wilag hätte ich was drum gegeben wenn Sie nur einfach genug Wärme erzeugt hätte und ich nicht dauernd irgendwelche Tricks anwenden musste um Druck im Kessel zu haben.

    wenn Du zuviel Wärme hast kannst Du doch einfach den Brenner zurück drehen. Bei mir ist bei voller Leistung des Brenners dann relativ schnell die dünne Zuleitung eingefroren.

    Freundliche Grüsse

    Georg

  • Hallo Georg,

    Zitat

    wenn Du zuviel Wärme hast kannst Du doch einfach den Brenner zurück drehen

    Das würde ich gerne so handhaben. Aber es gibt eine Mindestmenge an Gas die der Brenner benötigt um richtig zu arbeiten. Ähnlich wie beim Keramikbrenner. Glüht dieser nicht so bekommst keine Leistung. Bei der 18 ist es ähnlich. Kleine Flamme reicht um den Druck zu halten. Mehr nicht. Wenn das Blech zu glühen beginnt macht der Kessel für meine Begriffe sofort zu viel Dampf. Ein Mittelmaß wäre eben ein Optimum. Ich werde da noch etwas Tüfteln müssen.

    Wegen dem Vereisen: Hatte ich bis jetzt nicht, da der Tank selber ja im Speisewasser hängt. Sollte die Düse vereisen könnte es aber daran liegen das Flüssiggas mitgerissen wird.

    LG

    Marco

  • Hallo Anders,

    Einmal hat es eine Möglichkeit eine Wilag S3/6 günstig zu kaufen gegeben, aber mein Eindruck ist man soll lieber seine Finger davon lassen?! Aber vielleicht nicht?

    (Ich habe ja aber schon auch eine Märklin BR18. Noch ein gasgefeuertes Modell von das selbe Baureihe sich zulegen, denke ich ist ein wenig übertrieben.)

    ich besitze auch die BR 18 von Märklin, habe aber mir aber dennoch die Wilag S3/6 gekauft bzw. ersteigert. Zum einen war der Preis bezahlbar, zum Anderen ist es ja die Bayerische Ausführung und die Märklin ist in DB - Ausführung. Leider kann ich die Lokomotiven nicht nebeneinander stellen, da die Märklin - 18 zerlegt ist. Aber die Wilag ist für mich eine vollkommen andere Qualität, was schon am Fahrwerk und der Steuerung anfängt. Auch wenn sie in 1:30 für die Spur 1 eigentlich zu groß ist und selbst die 44 von Märklin daneben sehr klein wirkt, finde ich die Lok optisch einfach nur schön. Also ist es für den, der diese Baureihe mag, sicher kein Fehler, beide Maschinen anzuschaffen. Und wer weiß, wenn die Märklin 18 eines Tages fertig ist und vernünftig läuft, verkaufe ich sie vielleicht auch...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo zusammen,

    was noch im Beitrag fehlt ist die Aufarbeitung der Achslager. Aufarbeitung ist untertrieben. Es wurde eine Neufertigung. Das Spiel der Achslagersteine im Rahmen war sehr hoch. Die klapperten nur so im Rahmen herum. Auch die Seitenverschiebbarkeit war stark eingeschränkt durch den Einsatz von Kugellagern.

    Ich bin kein Freund von Kugellagern in Dampfloks. Da ich die Lagersteine neu fertigen musste entschied ich mich für den Einsatz von Sinterbroncebüchsen die ich in die Lagersteine eingepresst habe.

    Zerlegte Räder:

    Hier die neuen Achslagersteine bei der Anprobe. Passt schmatzsaugend:-)

    Die Zerlegung der Räder selber habe ich lange vor mir hergeschoben. Der Grund lag einfach darin das die Räder mit den Achsen verpresst sind. Auspressen ist nicht wirklich ein Problem. Aber nach dem Tausch der Achslager die Räder wieder auf die Achswellen zu pressen erfordert eine zu bauende Vorrichtung um den Kurbelversatz von 90 Grad bei allen drei Rädern wieder zu gewährleisten. Die Treib und Kuppelbolzen sind zum Glück geschraubt sodass ich hier "Dummies" drehen konnte die von Hinten in die Räder gesteckt und verschraubt werden konnten.

    Hier sieht man einen solchen "Dummie" vor dem Verschrauben:

    So werden die Achswellen in die prismatische Aufnahme der Vorrichtung mit Hilfe eines profanen Kabelbinders gedrückt. Die Vorrichtung hat abgestimmt auf den Wellendurchmesser jeweils alle 90Grad eine Nut.


    Es muss nur die richtige Nut für den richtigen Bolzen gewählt werden und das Zusammenpressen kann beginnen. Da die "Dummies" nach Innen herausgezogen werden können, kann nach Zerschneiden des Kabelbinders das fertig verpresste Rad entnommen werden.

    Vorrichtung zum Verpressen:

    Natürlich wurden die Radsterne vorher gestrahlt und mit Hilfe von Schablonen neu lackiert.

    Hier beim Trocknen:

    Das war es erst mal von den Rädern und Achslagern.

    Beste Grüße,

    Marco

  • Guten Morgen Marco,

    sehr interessante Arbeit!

    Ich wollte schon seit einiger Zeit das Gleiche mit einem ASTER 231A machen, aber die Viertelung der Räder hält mich zurück: Könnten Sie die Vorlage, die Sie erstellt haben, ein paar weitere Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln und den Prozess, den Sie befolgt haben, besser beschreiben?

    Dank im Voraus

    Alberto

  • Hallo zusammen,

    auch 2024 geht es weiter an der Lok.

    Da die alten Spritzschutzbleche teilweise fehlten, und eher globig waren, habe ich neue aus 0,5mm Messingblech angefertigt. Diese müssen nun noch vor der entgültigen Montage lackiert werden. So langsam aber sicher wird die 18er wieder zusammengebaut. Als nächstes steht die Montage der Treib-und Kuppelstangen und die Steuerung an.

    @Alberto,

    ich habe noch dieses Foto von der Vorrichtung unten. Leider habe ich keine weiteren Bilder bei der Montage gemacht.

    Die Achse sitzt in dem Prisma. Die Nuten sind in der Flucht zur Achsmitte in das Blech gefräst. Somit ergibt sich der 90Grad Versatz beim Verpressen. In die Nuten greifen während dem Vorgang die "Dummies" ( Bolzen welche von hinten in die Bohrungen der Treib und Kuppselzapfenbolzen gesteckt werden und mit einer Schraube und Unterlagscheibe während des Einpressvorgangs an Ort und Stelle fixiert sind)

    Die beiden Bleche werden durch Distanzbolzen verschraubt. Unterhalb des Prismas sind noch zwei Bohrungen für Messingstifte die zur Fixierung der Achse mit dem Kabelbinder dienen.

    Vorrichtung ohne Achse und Räder:

    Beste Grüße,

    Marco

  • Hallo zusammen,

    heute Abend konnte ich das Fahrwerk erstmals unter Druckluft antesten. Insbesondere die Zylindervoreinstellung vornehmen da dies ohne Kessel einfacher ist. Final wird das unter Dampf noch feineingestellt. Der Dampftest ist nicht mehr allzufern. Ich freu mich schon sehr drauf.

    Mit den Laufeigenschaften des 18er Fahrwerks bin ich aber schon hochzufrieden. Alles wie erwartet.

    Hier ein YT Short:

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    @Alberto:

    Das Pressen (Aus und Ein) hab ich auf einer kleinen Drehdornpresse gemacht. Ginge auch auf der Drehmaschine mit dem Reitstock. Wichtig beim Einpressen ist die Winkligkeit des Radsternes zur Achse. Insbesondere beim Ansetzen der Welle. Ich Presse nie kompett in einem Zug ein. Gerade am Anfang entlaste ich immer wieder damit sich die Welle im Stern finden kann.

    LG

    Marco

  • Hallo Wolfgang,

    ja das ging leichter als gedacht mit dem Zerlegen.

    Ich hab es ganz wie Du es vorlebst teflonisiert ;) Eine Bundbuchse mit einem sehr scharf geschliffenen alten VHM Abstechmesser gedreht. Hinten hab ich einen 0,3mm breiten Bund stehen gelassen damit die Buchse nicht herauswandern kann mit der Zeit.

    Was ich absolut verrückt finde. Die Schwinge selber hat hinten und vorne unterschiedlichen Zapfendurchmesser (3,5mm und 3,7mm). Durch die neuen Buchsen kein Problem aber doch wieder etwas speziell.

    Beste Grüße,

    Marco

  • Hallo zusammen,

    Der Dampftest war erfolgreich. Brenner ist nun auch leise. Kein heulen mehr.

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    Nun kann die Lok fertig zusammengebaut werden. Dann können bald die ersten Fahrten auf dem Gleis erfolgen.

    Beste Grüsse,

    Marco

  • Hallo Reinhold,

    das ist relativ einfach mit dem Brennerheulen Abgewöhnen. Einfach von der Einströmseite des Gases eine Fehlluftbohrung setzen. Das half schon beim Regner Brenner.

    LG

    Marco

  • Einfach von der Einströmseite des Gases eine Fehlluftbohrung setzen. Das half schon beim Regner Brenner.

    Hallo Marco!

    Würde gerne wissen, was diese "Fehlluftbohrung" für einen Durchmesser hat? Du gibst praktisch Sekundärluft zu,

    bin überrascht, daß das funktioniert...

    Viele Grüße
    Manfred R.

  • Moin Marco.

    Zitat

    Einfach von der Einströmseite des Gases eine Fehlluftbohrung setzen. Das half schon beim Regner Brenner.

    das hört sich interessant an. Ein Bild würde sehr helfen zu verstehen, was Du meinst.

    Viele Grüße

    Dietrich

  • Hallo zusammen,

    ich hab leider keine Fotos gemacht da ich die Lok nun komplett montiert habe. Die Düsen sitzen unter dem Führerhausboden.

    Heute ist Rollout ;) Es wird spannend wie sich die 18er auf der Strecke und unter Last schlägt.

    Beste Grüße,

    Marco

  • Hallo zusammen,

    Mit dem Link zu Stephan Czarnecki's Filmportrait des Dampftreffen in Bad König möchte ich diesen Tread schließen. Die 18er ist wieder eindrucksvoll zurück auf der Schiene. Nach Startschwierigkeiten am Samstag bei der ersten Fahrt läuft die Gute nun wie ein Schweizer Uhrwerk.

    Viel Spass mit Stephans Film den die 18er eröffnet:

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    LG

    Marco

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