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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 15:39 
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Hallo Lollegen,

welches Material eignet sich besser für Achs- und Getriebewellen: V2A, V4A oder Silberstahl?
Tatsächlich kann ich in der Zwischenzeit bei fast allen meiner Maschinen einen ordentlichen Verschleiß an den Achsen feststellen und will diese Stück für Stück austauschen. Kann ich hier einfache Stangenware (gestreckt) verwenden?

Danke für die Hilfe - Oliever

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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 15:43 
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Silberstahl rostet, würde ich nciht nehmen. Aus welchem Material sind denn die Achslager? Ich würde auf eine vernünftige Materialkombination Achse / Lager achten.

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Grüsse
Beat


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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 16:03 
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Hallo,

die Achsen bekommen entweder self-made Teflonbuchsen oder Gleitlager von IGUS. Letztere sind halt schon fertig konfektioniert.

Viele Grüße

Oliever

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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 16:11 
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Hallo Beat,
meine Achsen und auch die Bolzen sind aus Silberstahl und bin sehr zufrieden damit.Es gibt minimale Rostflecken(aber auch nicht an den gleitenden Teilen), die kommen von den ab und an vorkommenden Generalreinigungen, wenn ich die Maschine ins Seifenwasser stelle und von dem Öl-Asche-Gemisch reinige, welches sicherlich nicht gesund für die Lager ist.Praktisch wie ein Ölwechsel, der auch beim Auto ab und an nötig ist :wink:
Wenns wirklich/richtig rostet läuft da ganz gewaltig was falsch, da es immer geschmiert sein sollte...Außerdem bis eine Welle von 5mm wirklich angefressen ist, dauert das ewig.Deshalb kann ich zu Silberstahl raten.Wenn man ihn noch zusätzlich härtet und in Bronzelagern laufen lässt, so ist das eine sehr gute Gleitpaarung.
Ich habe mir sagen lassen, dass Chromstahl nicht ganz ideal ist und dass ich mit gehärteten Silberstahl und Bronze die bessere Gleitpaarung erwische.
Gruß Janosch

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Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)


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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 18:59 
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Hallo Oliever
Wenn Deine Loks richtige Betriebsmodelle sind die viel laufen, was in meinem Freundeskreis eher selten ist, dann würde ich Kugellager montieren.
Das hat den Vorteil, dass Du nicht mehr gross über die Beschaffenheit deiner Achswellen und Achslager nachdenken musst. Weiter wird der Wirkungsgrad Deiner Lok auch gesteigert und das nicht unerheblich. ZB: Beim Anfahren aus dem Stand muss die Lok nicht mehr an allen Achsen die Haftreibung überwinden und in der Steigung ist sehr langsames Fahren möglich. Der Unterschied zwischen beiden Lagertypen macht sich bei mir auch im Stand bemerkbar. Mein "Anton" rollt bei der kleinsten Neigung weg Aster und Willag Lok bleiben stehen.
Freundliche Grüsse :D
Georg

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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 19:02 
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Hallo Oliever

Wenn du gehärtete und geschliffene Achsen möchtest empfehle ihr den Kauf von Zylinderstiften DIN 6325. Die sind billig und präzise, h6 oder m6 Toleranz. Allerdings können sie rosten.

Die zweite Variante sind Zylinderstifte aus rostfreiem Stahl DIN 7. Die sind meist nur in h8 Toleranz gefertigt. Sie können aber aus 1.4301 (A2) selber gefertigt werden. Stangen sind in verschiedenen Toleranzen von h6 bis h9 erhältlich.

IGUS Lager sind eine gute Sache, günstig und präzise. Eine weitere Lösung sind Sinterbronze Lagerbüchsen, sie würden optimal mit gehärteten Zylinderstiften harmonieren, zudem ist schmieren überflüssig.

Eine kleine Randbermerkung, Silberstahl ist eine Bezeichnung aus Grossvaters Zeiten. Dieser niedrig legierte Werkzeugstahl trägt die DIN Bezeichnung 1.2210 oder 115CrV3. Bei Böhler Stahl ist er unter der Bezeichnung K510 erhältlich.

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Gruss Erwin


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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 19:38 
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Schienenfresser hat geschrieben:
Wenn Deine Loks richtige Betriebsmodelle sind die viel laufen, was in meinem Freundeskreis eher selten ist, dann würde ich Kugellager montieren...

Hallo Georg!

Bei B-Kupplern ist das kein Problem, bei C-Kupplern schon, wenn der Rahme nicht dafür ausgelegt ist, denn die Achsen sind nicht mehr seitlich verschiebbar!

Schienenfresser hat geschrieben:
Mein "Anton" rollt bei der kleinsten Neigung weg Aster und Willag Lok bleiben stehen.

Dann gehört aber auch eine Bremse eingebaut :wink:

vlg, Christian

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BeitragVerfasst: 25.03.2011, 19:39 
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Liebe Kollegen,

danke für die Hilfe! Die Lager von IGUS probiere ich jetzt einfach einmal aus, diese Kosten wirklich nicht viel und ich kann damit nicht viel verkehrt machen. V2A Rundmaterial bekomme ich ja bei nahezu jeden Händler, in H9 passt dieses auch prima zu den Gleitlagern ....

Ich werde Vollzug melden :arrow:


Viele Grüße und ein super Wochenende wünscht

Oliever

PS: Das Thema Teflon ist für mich nicht vom Tisch, die getunten Maschinen in St. Pölten waren ein Klasse für sich ...

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BeitragVerfasst: 26.03.2011, 10:04 
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ZwiebelX hat geschrieben:
Liebe Kollegen,

danke für die Hilfe! Die Lager von IGUS probiere ich jetzt einfach einmal aus, diese Kosten wirklich nicht viel und ich kann damit nicht viel verkehrt machen. V2A Rundmaterial bekomme ich ja bei nahezu jeden Händler, in H9 passt dieses auch prima zu den Gleitlagern ....


Hallo Oliever

Das ist vorerst sicher die vernünftige Entscheidung. Warum Teile selber Herstellen wenn es diese für wenig Geld und erst noch in einer bewährten und industrietauglichen Qualität zu kaufen gibt? Gute Beispiele für solche Teile sind die von dir erwähnten Gleitlager oder die weiter oben genannten Zylinderstifte aber auch Normteile wie Schrauben, Splinten, Sicherungsringe etc. Einzelne werden nun argumentieren "aus Freude am machen", das gönne ich den Leute auch. Für mich bleibt aber auch mit Kaufteilen genug Freude am machen und erst recht wenn die Modelle dann so laufen wie gewollt.
Die Gleitlager welche du kaufen willst sind Teile die in der Industrie in grosser Zahl eingesetzt werden und sich dort unter Bedingungen bewährt haben die wir in unserem Hobby nicht mal ansatzweise antreffen werden. Man denke nur mal an Produktionsanlagen in der Lebensmittelindustrie wo solche Lager zusammen mit Rostfreien Stählen verbaut werden und dann im im Zweischichtbetrieb täglich laufen, die dritte Schicht reinigt und desinfiziert die Teile anschliessend mit recht aggressiven Chemikalien. Also weit weg von dem was wir bei unserem schönen Hobby tun. Darum empfehle ich gerne solche Teile, besonders dann wenn es sich um preisgünstige Massenteile handelt.

Janosch hat geschrieben:
Ich habe mir sagen lassen, dass Chromstahl nicht ganz ideal ist und dass ich mit gehärteten Silberstahl und Bronze die bessere Gleitpaarung erwische.
Gruß Janosch


Hallo Janosch

Ich habe mir auch schon viel sagen lassen und oft daraus mein Wissen verbessern und erweitern können. Besonders professionelle Hersteller und Händler verfügen berufsbedingt über Fachwissen das sie weitergeben müssen um ihre Produkte erfolgreich verkaufen zu können (auch da gibt es einzelne schwarze Schafe, kein Zweifel).
Im Hobbybereich wird viel geschrieben und gesprochen was nun mal nicht immer wirklich richtig oder besser ist, obwohl es viele Male und bei jeder Gelegenheit erneut wiedergegeben wird. In diesem Thema dürfte wohl das Wissen des Lieferanten der Lager aber auch das Fachwissen von Berufsleuten wie "Mechanikermeister" die richtige Wahl sein. Natürlich möchte ich in keiner Weise anzweifeln das dein Beitrag auch irgendwie funktioniert.

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Grüsse
Beat


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BeitragVerfasst: 26.03.2011, 12:06 
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Zumindest die Paarung 1.4301 und Sinterbronzenbüchsen ist keine gute Kombination, das musste ich selber erfahren. Der Verschleiss auf der Welle ist rasch da und führt zu erhöhter Reibung. Spielt vielleicht bei einer Modellbahn keine Rolle, beim Plattenspieler wo ich das eingebaut hatte führte es zu hörbaren Gleichlaufschwankungen.

Besser könnte rostfreier Kugellagerstahl 1.4125 sein, der lässt sich härten, allerdings weniger stark als Werkzeugstahl. Versucht habe ich es noch nie.

Eines muss man sich im klaren sein, jeder Rostfleck hat die Oberfläche eines Bauteiles bereits zerstört, Handelt es sich um eine Gleitfläche ist sie nachher von schlechterer Qualität und führt zu erhöhtem Verschleiss.

Korrosion führt jedes Jahr zu Millionen Schäden und schweren Unfällen, mein Arbeitgeber verdient mit der Untersuchung solcher Schäden jedes Jahr gutes Geld, Tendenz seit Jahren zunehmend.

Das spielt bei einem Modell keine grosse Rolle, nur sehe ich keinen Grund es nicht von Anfang an richtig zu machen. Das Wissen dazu existiert schon seit Jahrzehnten. Empfehlungen der Hersteller sind in aller Regel korrekt.

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Gruss Erwin


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BeitragVerfasst: 27.03.2011, 09:22 
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ZwiebelX hat geschrieben:
PS: Das Thema Teflon ist für mich nicht vom Tisch, die getunten Maschinen in St. Pölten waren ein Klasse für sich ...


Hallo Oliever!

Bedenke eines - für Gleit- oder Kugellager mußt Du recht großzügig aufbohren - ein Weg zurück ist dann schwierig. Für Teflonbuchsen musst Du höchstens ein paar Zehntel aufbohren ...

vlg, Christian

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BeitragVerfasst: 27.03.2011, 10:18 
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Christian hat geschrieben:
Bedenke eines - für Gleit- oder Kugellager mußt Du recht großzügig aufbohren - ein Weg zurück ist dann schwierig. Für Teflonbuchsen musst Du höchstens ein paar Zehntel aufbohren ...




Servus Christian,

deine Bedenken sind natürlich richtig und ich habe da auch schon viel gegrübelt ....

Primär geht es um die Schwungradlagerung meines "Catweazels" (Vincent) welche, wie du ja in St. Pölten gesehen hast, schon sehr ausgelutscht ist. Hier wurde aber von Regner eh eine große Buchse verbaut, in welcher ich "arbeiten" würde - im schlimmsten Fall (Murks meinerseits) muss diese dann ausgetauscht werden.

Es geht halt - und ich traue es mich gar nicht laut sagen - nach wie vor um die penetrante Abwesenheit einer Drehmaschine in meinen Hobbykeller(chen). Und da ich ja auch ´mal was selber machen muss .....


Wird schon werden - ich berichte!


VlG

Oliever

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