Meine Märklin - S 3/6 und erste Probleme...

  • Hallo Rico,

    danke für die Antwort und die Ergänzungen.

    Da der Nutgrund an den Kolben Deiner Lok 11 mm hat und der Zylinderdurchmesser 14 mm beträgt, kannst Du nur Ringe mit 1,5 mm Schnurstärke verwenden.

    Zu den Gleiteigenschaften der roten Silikonringe - die sind ganz hervorragend geeignet, wenn der Dampf geölt wird. Ich verwende derartige Ringe mittlerweile an allen meinen Maschinen, die Messing- oder Bronzezylinder haben. Deren Kolbenbohrungen sind grundsätzlich gehont.

    Die Empfehlungen der Hersteller von O-Ringen sind meines Wissens immer auf Industrieanwendungen ausgerichtet. Bei Anwendungen im Hobbybereich muss die Eignung erprobt werden und es gilt das Motto aus der Medizin "Wer heilt hat recht!" - Du musst also selbst herausfinden, welche Lösung bei Dir die für Dich besten Ergebnisse bringt.

    Viele Grüße

    Dietrich

  • Hallo Dietrich,

    das mit der 1,5er Schnurstärke dachte ich mir schon. Kein Problem mit den Silikonringen, sollte es diese in 1,5er Stärke geben, werde ich auch damit experimentieren. Ölen werde ich auf jeden Fall, da bei mir Öl zwingend zur Dampfmaschine gehört - auch wenn viele lieber ohne Öl fahren wollen. So geht z.B. (fast) nichts über den Geruch einer alten, arbeitenden Spiritusdampfmaschine... Aber jeder, wie er mag, wo kämen wir hin, wenn jeder den gleichen Geschmack hätte..?

    Gehont sind meine Zylinder nicht, aber ich kenne das von einer meiner alten Dampfmaschinen, da war der Zylinder (Grauguss) innen so rauh, dass man mir vom Honen sogar abgeraten hat - "Öltaschen" wären ja schon so genügend vorhanden. Und das Maschinchen Läuft trotz etwas erlahmter Kolbenringe (Messing) mit Doppeltem Spiritusvergaser wie eine Eins... Aber zurück zum Thema..!

    Ja, mit den Herstellerangaben hast Du Recht, das ist ohnehin alles sehr widersprüchlich: Silikonon keinesfalls bei Öl, Viton nicht bei Heißwasser oder Wasserdampf. Trotzdem funktioniert's...

    Heute kamen z.B. meine Teflonstäbe an, einmal Ø 18 und einmal Ø 8. Da wollte ich mit dem 18er bei den Kolbenringen experimentieren und die 8er sollen eventuell für die Schieberringe (Ø innen 3, außen 5) herhalten. Muss aber überhaupt erstmal mit dem Material arbeiten; weiss ja nichtmal, ob meine Schneidplatten da überhaupt geeignet sind. Probiere ich nachher aber noch aus..!

    Plan B wäre gezwirbeltes Teflonband, worauf auch viele schwören. Ich habe mir extra starkes Band mit 100g/m² bestellt, ausdrücklich für Heißdampf geeignet. Das dünne, normale Teflonband habe ich ohnehin da. Original sind da überall Teflonringe (siehe #58) verbaut gewesen, aber sehr liederlich und lieblos geschlitzt; z.B. eine Seite gerade und das Gegenstück schräg - sowas kann ja schlecht dicht werden. Nur mit dem Stützring am Kolben bin ich noch am Überlegen; ich müsste wohl die Kolbennut tiefer einstechen, um dafür Platz zu bekommen - oder auf einen O-Ring mit Schnurstärke 1 einen Teflonring mit 0,5 mm Stärke ziehen, nach der Methode von Christian. Aber erstmal an das für mich neue Material PTFE herantasten...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Heute kamen z.B. meine Teflonstäbe an, einmal Ø 18 und einmal Ø 8. Da wollte ich mit dem 18er bei den Kolbenringen experimentieren und die 8er sollen eventuell für die Schieberringe (Ø innen 3, außen 5) herhalten. Muss aber überhaupt erstmal mit dem Material arbeiten; weiss ja nichtmal, ob meine Schneidplatten da überhaupt geeignet sind. Probiere ich nachher aber noch aus..!

    Hallo Rico,

    aber Achtung bei den gekauften Teflonstäben,

    zitiere mal Wolfgangs Erfahrungen mit Teflon aus dem Beitrag

    Pal
    2. Februar 2014 um 10:51
    Zitat


    Ich bin nur durch Zufall auf diesen Effekt gekommen. Ich habe für die Werkstätte ein transportables Backrohr mit einer Skala bis 260° und wollte nur einen Teflonstab durch erwärmen geraderichten. Ich erhöhte die Temperatur so lange, bis er sich bewegte. Bedingt durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit, hat das einige Zeit gebraucht. Nach dem der Stab frei auf dem Backblech lag und rundherum nicht gleichmäßig erhitzt war, krümmte er sich in die Höhe und fiel dann auf die Seite. Auf diese Weise wanderte er über das ganze Backblech. Erst bei voller Temperatur (260°) konnte ich eine Entspannung erreichen. Wenn man bedenkt, dass ein Schweinebraten auch nicht sofort Innen so heiß ist als Außen, ist es klar, das braucht seine Zeit. Die Weisheit kam dann, als das Material nicht mehr in die selbe Spannzange passte. So stellte ich fest, dass mit der Zunahme des Durchmessers eine erhebliche Verkürzung des Stabes verbunden war. Meine Schlussfolgerung davon ist, dass es bei der Produktion der Stäbe eine erhebliche Verformung gibt.

    Unter:Meine 1. 99o22 (Opamoehre) ist kurz eine Bemerkung, aber ich glaube, es gibt noch Eine.

    Egal: 100 cm Teflon wurde um 23 cm kürzer, 6,2 mm ø wurden um ca. 1 mm grösser.

    Gruß, Gerald ;)

    Zwisch'n Soizburg und Bod Ischl ....

  • Hallo Gerald,

    Mensch, wird man vergesslich im Alter... ?( Hatte darüber schonmal hier im Forum gelesen und hatte es nicht mehr auf dem Schirm. Danke für den Tipp; :) also sollte ich die Teflonstäbe erstmal entspannen. Muss mal sehen, in dem Beitrag stand was davon den Stab in einen 90°- Winkel bzw. ein Winkeleisen zu legen, um das verziehen zu vermeiden. Aber 23 cm bei 1 Meter ist schon eine Hausnummer. Das Problem von Pal dürfte ich nicht haben, da ich ja weiterhin mit Öl fahren möchte. Habe gestern bei meinen ersten Drehversuchen nur festgestellt, dass das Teflon ausschlägt wie ein Hundeschwanz und ich es am anderen Ende mit der linken Hand festhalten musste. Plandrehen wollte garnicht so recht gehen, obwohl ich es ganz kurz eingespannt habe, Längsdrehen so lála und mittig Bohren ging gar nicht. :rolleyes: Das Zeug "flabbert" nach allen Seiten weg. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, ich werde es mal in den Backofen legen und dann mal mit dem 18er Stab weiterexperimentieren - zum Glück kostet das PTFE nicht die Welt.

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Was es nicht alles gibt... PEEK - nie gehört.

    Bin grad am suchen nach PEEK-Rundstäben, da eröffnet sich ja wieder ein volkommen neues Fenster. Hab gestern abend zu meiner Frau (Sie hat mal ne Zeit lang an der Uni Bayreuth in der Polymerforschung gearbeitet) noch scherzhaft gesagt, eigentlich wollte ich nur meine Dampflok bauen und nicht gleich Polymerforscher werden. Was ich in den letzten Tagen / Wochen alles über PTFE, NBR, FFKM, FMQ und weiß der Geier was noch herumgeguugelt habe... Aber von nix wird bekanntlich auch nix. Danke für den Hinweis, Dieter, ich probiere das Material auf alle Fälle mal aus, wenn es nicht allzu teuer ist - wie gesagt, muss mich da erstmal schlau machen und fange wie immer in der Bucht an... Meine Teflonstäbe kamen (nicht über Ebay, sondern direkt) spottbillig aus Polen (zusammen mit 6 Spraydosen in RAL-Farben zu je 3,60 pro 400 ml - für meine LGB). Finde sicher auch für das PEEK einen Händler, der nicht "Peek & Cloppenburg" heißt. ;)

    Gruß Rico.

    Nachtrag: Das PEEK ist ganz schön teuer - zu teuer, um damit nur mal bissel zu probieren. Ich hebe mir das mal im Hinterkopf als Plan C auf, falls es mit dem Teflon garnichts werden sollte... :| ...und versuch's also trotzdem erstmal mit dem "gebackenen" Teflon.

    Feuer - Wasser - Kohle

    Einmal editiert, zuletzt von Lokheizer (20. Oktober 2022 um 18:29) aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Hallo Rico,

    bessere Erfahrungen hat z.B. Michael (mifuchs1502 ) bei der Verwendung von IGLODUR X gemacht.

    Siehe hierzu meine Beiträge:

    Hier noch mal der Material-Limk:

    https://www.igus.de/product/539?artNr=SFRX-1000

    Und der Preis von 4,08 € für 100mm, und die dürften wohl reichen, ist auch erschwinglich.

    VG Manfred B.

    VG Manfred B.

  • Hallo Manfred,

    IGUS-Lager kenne ich schon länger, ich verwende sie z.B. als außenliegende Wellenlager bei meinem U-Boot, da diese durch das Wasser geschmiert werden.

    Habe das Thema IGUS weiter oben schon mal im Auge gehabt, aber dann nach der Vielzahl von verguugelten Stunden über die verschiedensten Polymere wieder komplett aus den Augen verloren. Danke daher für den Hinweis nochmal! Mit den 4,08 € dürfte ich zwar nicht hinkommen; ich brauche für die 14er Kolben mindestens Ø 15 und etwas Verschnitt zum Üben. Aber dann bin ich auch erst bei etwa 11 € und das geht wirklich. Habe gestern auch die ersten Versuche mit dem Drehen beim Teflonstab Ø 18 gemacht; das ging schon bedeutend besser als der Stab mit Ø 8 - auch die Oberfläche samt Zentrierbohrung war weitestgehend i.O. Wenn meine Frau es zeitlich schafft, bringt sie mir dann ein Winkeleisen 15 x15 x 100 mit, das kommt auf 50 cm gekürzt wie ein "V" in den Backofen und im "V" liegt dann der 18er Teflonstab. Ich bin neugierig, wie sich das PTFE beim Tempern verhält; habe im Forum und auch so schon sehr viel darüber gelesen. Dann bin ich (noch immer nicht) über das Thema weg, den Kolben klassisch mit einem O-Ring in der vorhandenen Kolbennut zu dichten - da kann man viel experimentieren, die Kolben lassen sich ja ohne größere Mühe jederzeit ausbauen. Nur schade, aber nicht zu ändern, dass es derzeit krankheitsbedingt bei Regner nicht weitergeht; ich warte u.a. auf meine Tellerfedern, dass ich die Lok endlich wieder zusammensetzten kann, nachdem ich den Umsteuerblock samt Scheibe eingeschliffen habe... Man möchte ja mal das Ergebnis sehen!

    Aber das Iglidur klingt dem von Dir verlinkten Beitrag nach wirklich spannend; am Besten finde ich den Satz: "Man kann ganz gewöhnliche Röllchen drehen". Da denke ich an den Schieberkolben; anstelle von Messing mit Teflonringen gleich das Iglidur nehmen; Auf einen Nirostab Ø 3 die "Röllchen" als Steuerkanten mit Abstandshaltern aus 0.45er Messingrohr Ø 3,1 oder Ø 3, dann das nächste "Röllchen" usw. Auf alle Fälle habe ich hier einen neuen Denkanstoß bekommen. :) Und das Gefummel mit dem Ø 8er Teflonstab, um daraus kleine Ringchen zu drehen, fällt dann auch weg.

    Ich gehe davon aus, dass man mit dem Iglodur zwar ölfrei fahren kann, dass aber Öl im Dampf nicht schaden wird. Das mit dem Öl ist halt so eine Marotte von mir, weil in echt läuft ja ohne Öl auch nichts...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Michael,

    das wusste ich nicht - aber der nächste Hornbach (habe grad mal geschaut) ist für mich leider in Chemnitz oder Bamberg; jeweils etwa 100 Km Entfernung. Habe vorhin eine Mail von Regner bekommen, ab Montag soll wieder offen sein... Trotzdem danke für den Hinweis; sowas wie diese Tellerfedern hätte ich in einem Baumarkt nicht erwartet.

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Dampffreunde,

    bei mir ist das so:

    Teflon ist in den Dampfzylindern verbaut, wichtig ist das diese immer mit einen Gummiring unterstützt werden!

    In den Steuerschiebern sieht das anders aus. Meine Flachschieber sind aus PEEK, diese behalten die Form und gewährleisten exakte Steuerzeiten

    auch wenn die dann Betriebstemperatur haben.

    Meine beiden Lok's laufen damit bisher ohne Störung.

  • Wenn die Sache mit dem Silikon-O-Ring am Kolben nicht das gewünschte Ergebnis liefert, muss ich mir, sollte es mit der verzwirbelten Teflonband auch nicht wie gewünscht funktionieren, neue Kolben machen - bei den originalen wäre die Nut zu klein für Gummiring und Silikonring. Ich probiere auch gern mehrere Möglichkeiten aus, da ich nun schon einmal beim Experimentieren bin... Bei den Schiebern bin ich derzeit Feuer und Flamme für die Version Iglodur X und die "Röllchen". Versuch macht kluch und man wird nicht dümmer dabei. Ein Vorteil ist, dass ich im Gegensatz zu den historischen Dampfmaschinen bei der BR 18 nicht auf zeitgenössische Materialien angewiesen bin, sondern quasi die freie Auswahl habe; auch das ist Neuland für mich...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Liebe Dampfgemeinde,

    ich weiß, es ist sicher Ansichtssache und jeder wird nach seinen Erfahrungen handeln und eine endgültige Antwort wird es nicht geben... Aber trotzdem hier mal die Frage:

    Für Rundschieber als Schieberkörper besser PEEK oder IGLODUR X ? Ich kann mich da nicht entscheiden. :/ Je mehr ich da versuche, zu recherchieren, desto verworrener wird es. Nahezu gleiche Eigenschaften und nahezu gleiche Materialkosten...

    Euch einen schönen Sonntag noch,

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Rico

    wenn ich Du wäre würde ich bei Flachschieber das machen, was dampfandy schon gemacht hat.

    Bei Rundschieber würde ich iglidur x verwenden, da dieses Material schon von mifuchs erprobt wurde.

    Also, warum das Rad neu erfinden?

    Gruß

    Günter

  • Hallo Günther,

    das IGLIDUR X ist auch mein Bauchgefühl; wollte den Beitrag nur nicht "voreingenommen" hier rein stellen. Bin bei Igus durch den U-Boot-Bau ohnehin schon lange Kunde, also bestelle ich zunächst mal mal ein Stück mit Ø 10.

    Meine Versuche mit dem PTFE gehen trotzdem weiter, habe mir vorhin meinen "Temperwinkel" für den Backofen gebastelt. Um Energie zu sparen, bäckt meine Frau morgen vorher einen Kuchen... :) Die Länge dürfte ja ausreichen; mehr geht diagonal auch nicht in den Backofen. Dem Teflon geht es beim Tempern ja, wie ich gelesen habe, so wie mir; es wird kürzer und dafür dicker. :D

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo liebe Dampfgemeinde,

    hier noch ein kurzes Wort zum IGLIDUR X von Igus:

    Das untenstehende war hier zu lesen...

    Zitat von Wolfgang

    Iglidur-Halbzeug wird ab 25 mm Dicke vom Werk getempert. Ausnahmen sind die Hochtemperatur-Halbzeuge (X / A500 / C500 ) bei Diesen werden alle Dimensionen vom Werk getempert.


    ...aber das stand auf der Igus-Seite zu den technischen Daten von IGLIDUR X nach Sägen, Fräsen, Drehen, etc:


    Also nun Tempern oder nicht..? :/

    Da ich die Angabe auf der Webseite etwas verwirrend fand, habe ich bei Igus direkt angefragt. Heute kam der Rückruf; leider konnte ich diesen nicht selbst entgegennehmen, da ich gerade in der Werkstatt unter einem unserer Autos stand. Meine Frau ging ran und so wie sie es verstanden hat, sagte die nette Dame am Telefon, dass von Igus sämtliche Rundstäbe bereits ab Werk getempert sind. Ob es nun so ist, oder ob sich die Dame von Igus nur auf das IGLIDUR X bezogen hat, weiß ich nicht. Jedenfalls war für mich die Kernaussage, das es so, wie Wolfgang geschrieben hat, auch heute noch ist und zumindest das IGLIDUR X nicht mehr nachträglich getempert werden muss. Mein Rundstab Ø 10 kommt übrigens morgen per UPS - vorausgesetzt, ich bin dann noch zu Hause. Wir wollen morgen nämlich mal nach Röslau zu Herrmann-Echtdampf fahren und ein Wenig einkaufen...


    Thema PTFE: Mein Teflonstab mit Ø 8 liegt nun schon eine Stunde im Herd bei 250°C und hat sich bisher nur minimal verändert... Haben den Herd jetzt ausgeschaltet und lassen das Ganze nun langsam abkühlen. Mal sehen, wie es morgen früh aussieht.

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Liebe Dampfgemeinde,

    nach etwas Pause an der Lok, wir haben u.a. ein paar Solarpaneele aufs Dach geschraubt für Heizung & Kläranlage, gibt es wieder kleine Fortschritte. Meine Regner-Bestellung ist da, bei Herrmann-Echtdampf waren wir auch und haben ein sehr interessantes Gespräch geführt, auch meine Halbzeuge sind soweit fast vollständig angekommen.

    Zunächst habe ich mir den Wasserstand angeschaut. Nachdem ich das Gewinde am Kessel nachgeschnitten habe, um die alten Teflon- oder sonstigen Rückstände zu entfernen, habe ich die Dichtflächen noch etwas abgezogen...


    ...und habe mich dann über den nicht verbaubaren (zu wenige verfügbare Gewindegänge unten) Wasserstand gewundert...


    ...aber ein Bild von Regner brachte Klarheit.

    Das Gewinde ist nicht bis runter geschnitten; sollte aber kein Problem darstellen, das nachzuschneiden.

    Nachtrag: Wie sollte man den Wasserstand ausrichten? Die Methode Bohrer funktioniert nicht, da der dickste Bohrer, der durch die Öffnung oben passt, nur einen Ø von 4,5 hat. Und der klappert natürlich in der Ø 6er Glasaufnahme...

    Dann habe ich mich mal dem Gastank zugewandt. Bei Herrmann habe ich auch das Ronson-Ventil geholt und er empfahl mir dringend, den Ventilstutzen hart einzulöten. Hätte nie gedacht, dass das Gas bei Erwärmung so hohe Drücke aufbauen kann. Eigentlich wollte ich einfach ein Loch in den Märklin-Stutzen bohren und das Ventilstück, unten etwas rund gefeilt, weich auflöten. Weich deshalb, weil ich nicht riskieren wollte, dass das Originalteil auseinanderfällt. Ich habe dann den "Nuppsi" etwas anders gemacht.

    Ein Messingrohr Ø 8x2 auf Ø 4,5 aufgebohrt und das M5x0,5er Gewinde reingeschnitten. Oben für den Dichtring etwas versenkt...

    ...und unten 4mm tief auf knapp (Lötspalt) Ø 7 abgedreht. Das Märklin-Teil bekommt dann eine Ø 7er oder Ø 7,5er Bohrung, in die der Ventilstutzen zum anschließenden Silberlöten kommt.


    Das nächste Problem wartet schon: Wie es Herr Herrmann gesagt hat, ist die Schnellkupplung für das 18er Führerhaus zu hoch.


    Da ein Abdrehen des M10 x 1,0 - Adapters (zu wenig "Fleisch") nicht infrage kommt, muss wohl oder übel der Anschluss-Stutzen gekürzt werden. Da es eine Dichtfläche wird, muss es natürlich gerade und plan sein; daher fällt Flex oder Handsäge aus. Schweigen wir über den etwas naiven Versuch, den gesamten Gastank über ein einzeln verstellbares Vierbackenfutter in die Drehmaschine spannen zu können... Ich habe mir nun einen Ø 16er Fräser bestellt, den ich in die Bohrmaschine einspannen kann - der Anschluss ist außen Ø 16 und mein Bohrfutter geht bis 16. So kann ich den Tank im Maschinenschraubstock gerade einspannen und es sollte so funktionieren - Bericht darüber gibt es, wenn der Fräser angekommen ist. Um den Tank von Spänen frei zu halten, habe ich mir diese Stiftschrauben aus Messing bestellt, von denen eine vor Bearbeitung in das Gewinde gedreht wird.


    Fortsetzung folgt...

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

    Einmal editiert, zuletzt von Lokheizer (8. November 2022 um 18:19) aus folgendem Grund: Nachtrag: Wie sollte man den Wasserstand ausrichten? Die Methode Bohrer funktioniert nicht, da der dickste Bohrer, der durch die Öffnung oben passt, nur einen Ø von 4,5 hat. Und der klappert natürlich in der Ø 6er Glasaufnahme...​​

  • Während ich auf den Fräser warte, zum Löten kam ich noch nicht, ging es mit den Zylindern und dem Umsteuerblock weiter. Nachdem alles, wie hier erwähnt, auf der Glasscheibe über 600er und 1000er mit 2000er Schleifpapier geglättet wurde, kam mit Öl verdünnte Schleifpaste mit feiner Körnung zum Einsatz. Danach mit Bremsenreiniger alles kräftig durchgeblasen, um keine Reste der Schleifpaste zurück zu lassen.


    Damit endet der erfolgreiche Teil... :(

    Ich habe erst mit Schleifpapier, dann mit Schleifkorund-Kegeln verschiedener Körnungen und Stärken mit Hand und später mit der kleinen Proxxon versucht, die Kanten der Dampfanschlüsse nach Wolfgangs Tipp zu brechen - ja nicht nur zu brechen, sondern richtig rund sind diese geworden, vielleicht kommt es auf dem Foto nicht so richtig rüber.


    Dann habe ich versucht, einen Zylinder mit 4 Stück aufgezogenen Silikonringen 3,5 x 1 einzuführen. Die Ringe waren mehrere Tage vorher aufgezogen worden. Als Schmiermittel habe ich Heißdampföl verwendet. Als ich die beiden Rohre drin hatte, und ich habe es w i r k l i c h vorsichtig gemacht, habe ich den Zylinder zum schauen wieder herausgezogen; was soll ich sagen - alle 4 Ringe abgeschert. ||

    Dann folgte Versuch auf Versuch; nur 1 Ring jeweils, verschiedene Schmiermittel, Silikonringe, EPDM-Ringe, und ganz langsam drehen, drehen, drehen und v o r s i c h t i g eingeführt. Ergebniss: Alle Ringe abgeschert, einer nach dem anderen! :cursing: :cursing: :cursing:


    Ich habe zwar reichlich Dichtmaterial bestellt, aber mit soviel "Verschleiß" habe ich nicht gerechnet. Was soll man da machen? Flüssige oder pastöse Dichtmasse scheidet aus, da ich den Umsteuerblock ja weiterhin ausbaubar lassen möchte.

    Eventuell anderes Gleitmittel..? Teflonband..? Dünnere Ringe..? Aber 3,5 x 0,75 habe ich nirgendwo gefunden. :/

    Ich bin am Verzweifeln... ;(

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

  • Hallo Rico,

    das geht schon wenn alles gratfrei ist.

    Zitat

    Eventuell anderes Gleitmittel..? Teflonband..? Dünnere Ringe..? Aber 3,5 x 0,75 habe ich nirgendwo gefunden. :/

    Entgrate mal die Einstiche der Nippel und vor allem das Rohr das drüber kommt. Beim Rohr zwischen Fase und Bohrung großzügig entgraten. Dann klappt das auch mit dem Montieren ohne Beschädigung der Dichtringe. ;)

    LG

    Marco

  • Hallo Rico,

    was willst du mit einem 16mm Fräser?

    Ich habe mir den Adapter selber gedreht. Der Kopf ist ca. 3,5mm dick. Das ist noch genug Fleisch. Funktioniert bei mir ohne Probleme und Sorgen. Der Einfüllstutzen schaut einige mm über die Seitenwand. Macht aber nichts, durch die Dachwölbung eckt er nirgends an.

    Am Tank würde ich nicht fräsen.

    Viele Grüße
    Michael

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