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BeitragVerfasst: 19.04.2011, 22:20 
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Hallo Leute!

Meine erste Echtdampf-Lok, eine Regner Waldbahn Nr.1, ist nun schon ziemlich in die Jahre gekommen.

Hier ein Bild aus besseren Tagen:

Bild

Nach der bisherigen Laufleistung haben sich allerei Wehwechen angesammelt.

Spiel in den Lagern:

Bild

Nach Demontage stellte sich auch heraus warum, der Lagerbolzen besteht nur mehr aus einer Wand mit freien Blick aufs Gewinde:

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Ähnliches Bild des Kurbelzapfens auf der Treibachse:

Bild

Der obere Wert (ursprünglicher Durchmesser des Kurbelzapfens) ist um zwei bis drei Zehntel drüber (Schieflage der Messschieber):

Bild

Nach der damaligen Regnerschen Fertigungstechnik musste ich auch noch ziemlich murksen,
abfeilen des L-Trägers für den Schwingenträger da die darunter laufende Treibstange den Träger berührt und auf diesem geschliffen hat:

Bild

Bild

und noch andere Dinge, etc etc.

Für die Renovierung stehen folgende Teile zur Verfügung:
Neue Räder mit Messingradsternen.

Bild

Hier mit im Bild mein Erstlingswerk in Sachen Teflonlager. Habe zwar einen neuen Satz Kuppel-, Treib- und Schieberschubstangen, würde aber versuchsweise mal gern die alten (ausgeleierten) mit grösseren Bohrungen und eben Teflonbuchsen versehen.

Der Teflonring hat außen 4 und innen 3mm (hier mit einem Abfallstück einer Treibstange):

Bild

Bild

Die Treibräder würde ich eventuell von Regner's Messing- auf Stahlkurbelzapfen umrüsten:

Bild

Und gleichzeitig auch die Lagerbüchse welche auf den Stahlkurbelzapfen laufen aus Lagerbronze nachbauen und einpressen:

Bild

Auch habe ich einen neuen Zylindersatz (mit Entwässerung) der versehen mit Teflonkolben sicher nicht von Nachteil wäre.

Den zusätzlichen Servo müßte ich im Rahmen unterbringen können, mit einer Umlenkung zur Entwässerungskulisse, so wie in den neuen Fahrgestellen von Regner, da ja die frühere Anordnung (unter der Rauchkammer) vermehrt zum schmelzen der Servos geführt hat.

Hier der alte Riesenservo und ein schlankerer ähnlich HS51 von dem dann zwei nebeneinander passen müssten.

Bild

Ob ich eine Schieberstangenführung, wie hier auf dem unteren Fahrgestell der U zu sehen ist mit den neuen Zylindern einbauen kann weis ich nicht. Laut meinen Messungen ist da kein Platz dafür, wohl ein Umstand der sich aus den unterschiedlichen Geometrien ergibt.

Bild

Diese und viele andere Details haben mich bewogen das Ganze mal hier so in den Raum zu stellen.

Wäre sehr dankbar wenn sich einige, die schon ähnliche Umbauten gewagt haben, mir antworten könnten.

Auch zu einzelnen Punkten meiner Vorhaben, Zylindertausch, Lagerung etc. etc.

Denn wenn sich die Sache als zu äufwändig herausstellt kauf ich mir lieber gleich ein neues Fahrgestell und behalte die Ersatzteile für eine (vielleicht) selbstgebaute Lok.

Dank im Voraus, Gerald :wink:

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Zwisch'n Soizburg und Bod Ischl ....


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BeitragVerfasst: 20.04.2011, 09:58 
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Hallo Gerald,
so eine Revision ist immer wieder spannend, da man in gegebene Umstände versucht etwas neues einzubauen und sich dadurch ganz neue Lösungsstrategien ergeben.
Leider habe ich keine Erfahrung mit Teflonlagern, aber bei der derzeitigen Anordnung würde das Lager auch die seitlichen (sicherlich auch sehr geringen, aber zum Beispiel in engen Kurven vorhandenen) Kräfte aufnehmen, was vielleicht nicht ganz ideal ist.Ich weiß nicht, wie das Lager befestigt ist, aber ich würde dazu neigen eine etwas größere Scheibe zu fertigen, die auch auf den Stangen selber leicht aufliegt.Peter hat hier eine ziemlich schöne Methode gezeigt:
Bild
Bild von Peter, "Kyrill" geklaut

Ich hätte aber mal eine Frage bezüglich der Teflonlager:Wenn man nun 0,5mm auf jeder Seite "Teflonwandung" hat und Teflon ist ja durchaus verformbar, führt das dann nicht zu (mehr) Spiel?Wie sind da die Erfahrungswerte, was sollte man für eine Wandung nehmen?

Die Stahl-Bronze-Kombination kann ich empfehlen, sie funktioniert tadellos.
Wenn die Schieberstange schlackert und du keinen Platz für eine Führung hast, dann reicht für die nächsten Kilometer auch eine gebohrte und geriebene Stopfbuchse.Diese könntest du vielleicht sogar mit einer Bronzehülse ausstatten, dann sollte auf jeden Fall für die nächste Zeit Ruhe sein.
Gruß Janosch

_________________
Es ist vollkommen egal, wie oft man im Leben hinfällt. Es ist nur wichtig, wie oft man wieder aufsteht.


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BeitragVerfasst: 20.04.2011, 10:51 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Gerald!

Ich würde die Teile nur renovieren, keine neue Lösung einbauen!
Mit neuen Teilen würde es schon nicht das gleiche Modell!
Du solltest nur solche Lösungen nehmen, welchen von außen nicht sehen kann!
Eine so alte Lok hat eigener Wert schon!
Und Du solltest auch an die Probleme (alte Zylinder) mit Teflonkolben denken, noch mal gründlich lesen!

Gruß
Pál


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BeitragVerfasst: 20.04.2011, 12:16 
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Ich hab zwar noch keinen Meter Fahrerfahrung mit einer Dampflok, aber vom Konstruktionstechnischen her weiß ich, dass Stahl und Bronze gute Reibpartner sind auch unter Last. Ich würde also die Kurbelzapfen aus möglichst festem Stahl herstellen und die Messingzapfen damit ersetzen und in die ausgeschlagenen Kuppelstangen Broncelager einpressen und die mit geriebener Bohrung auf den stählernen Kurbelzapfen laufen lassen. Dazu wie Janosch schon schrieb die Flachschraube so gestalten, dass sie am Broncering anliegt. Oldtimer werden nicht mit Neuteilen aufgebaut sindern so nah wie möglich am Original restauriert... Viel Spaß noch bei der Restaurierung!

_________________
Dampfende Grüsse vom Peter
aus Lünen an der Lippe
-----------------------------------------------------------

Meine Finger sagen, Dampf sei das heisseste Hobby das sie kennen würden...


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BeitragVerfasst: 20.04.2011, 18:33 
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Danke für alle die Tipps und Meinungen abgegeben haben!

Nach einen Telefonat das ich heute mit Herrn Regner geführt habe war ich eigentlich schon nah dran ein neues 2-achsiges Fahrgestell aus seiner laufenden Produktion zu kaufen. Nicht das Herr Regner mir von der Renovierung abgeraten hätte, er hat mir sogar noch Tipps dafür gegeben.

Kurz danach rief mich Wolfgang an, nach einem längeren Gespräch mit ihm kam ich dann doch zur Überzeugung die Lok aufzuarbeiten und diverse Verbesserungen (auch in Punkto Lagerung) durchzuführen.

Erstmal aber heißt es abwarten. Die bestellte Brünierung von Reppingen ist noch unterwegs.
Die neuen Zylinder mit Entwässerung sind ja noch nackt. Lackieren will ich sie nicht, die Erfahrung hat gezeigt das die Hitze die Farbe an den Zylinder abblättern läßt. Siehe letztes Foto (Vergleich mit U Fahrgestell).

Ein wenig vorbereiten kann ich ja schon, da ich die Zylinder komplett zusammengebaut in die Brüniertunke tauchen will brauchts noch ein paar Dichtungen.

Bild

Werde also bis zum -hoffentlich- glücklichen Ende hier in loser Abfolge über die Fortschritte berichten.

Bis dann, Gerald :wink:

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BeitragVerfasst: 20.04.2011, 19:53 
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Servus Gerald!

Bild

Wenn ich mir dieses Foto anschaue, muss ich Dir leider sagen dass das so nix wird.
Die Wandstärke des Teflonlagers ist viel zu dick und hat keinen Absatz zur Kuppelstange hin. So wird es nicht lange dauern bis die Kuppelstange über den Sechskantkopf der Schraube rutscht.

Aber wenn Dich Wolfgang eh schon angerufen hat, hast Du sicher gute Tips bekommen ...

vlg, Christian

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:serv Habe die Ehre!


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BeitragVerfasst: 21.04.2011, 08:41 
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Hallo Christian!

Danke für den Hinweis. Es war eigentlich nur eine Probe wie man das Material bearbeiten kann.

Christian hat geschrieben:
Aber wenn Dich Wolfgang eh schon angerufen hat, hast Du sicher gute Tips bekommen ...


Da hast Du richtig geraten.

Gruß, gerald :wink:

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BeitragVerfasst: 21.04.2011, 19:42 
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Beiträge: 367
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Heute konnte ich die Vorbereitung (Abdichten) der Zylinder zum brünieren fertigstellen.

Mit Hilfe von einem alten Fahrradschlauch, der Dichtmanschette eines nicht mehr existierenden Surfanzuges (dünnes Neoprenmaterial) einiger Stanzwerkzeuge (gekauft und selber hergestellt) und ein wenig Experimentieren ist nun alles dicht.

Die Schraubanschlüsse der Dampfleitungen etc. werden mit passenden Messingschrauben M5 Feingewinde und Teflonband und kleinen O-Ringen (aus alten Feuerzeugen) verschlossen. Die Dichtschraube für die Stopfbüchse der Schieberstange hat M4 x 0,35. Das Feingewinde ist schon ziemlich zierlich so das ich zwei Anläufe für den Schrauben brauchte. :W

Bild

Warum die ganze Arbeit? Nur eintauchen und kochen der Teile in der 80° warmen Brünierung geht nicht. Die Laufflächen sollen "Natur" bleiben, so wurde mir geraten.

Gruß, Gerald :wink:

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BeitragVerfasst: 01.06.2011, 23:40 
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Hy Guys!

Nun da Christian seinen Umbauthread der "ölfreien Lok" erfolgreich abgeschlossen hat kann ich nur sagen: Leute frisch ans Werk!

Zwar werde ich in meinen Eifer das nachzumachen schon von Anfang an gebremst:

1. besitze zwar Drehmaschine mit Spannzangenvorrichtung aber keine 14mm Spannzange für die Bearbeitung des rückwärtigen Zylinderdeckels. :(

2. Auch keine hochwertigen und präzisen Bohrer, nur das rollgewalzte Gelump :cry: :cry: , obwohl sich der Hinweis von Wolfgang auf eine "oh Wunder" österreichische Vertriebsfirma die für gescheite Bohrer (gehärtet, mit selbstzentrierender Spitze etc. etc.) nicht nur den 4-fachen Preis eines normalen Bohrers verlangt sondern auch noch eine "Umsatzsteuerindentifikationsnummer" von mir Kerl der da versucht was zu bestellen (wo ich doch gar keine Firma habe) nicht als Silberstreif am Horizont erwiesen hat. :cry: :cry:

3.Zudem sitze ich hier in Salzburg auch im dampftechnischen Niemandsland, weit und breit kein Gleichgesinnter. Der gute Wolfgang hat mir aber telefonischen "Support" zugesagt. :E

Wo Ihr Jungs aus Wien euer Werkzeug und Material herbekommt ist mir sowieso immer wieder ein Rätsel :?: :?: :?:
Dafür habe ich hier bei mir die Auswahl unter Mozartkugeln von -man höre und staune- 3! verschiedenen Herstellern.

Sollte ich ob all dieser Widrigkeiten, eventunnel bis Pfaffing, was gscheites zusammenbringen lasse ich es Euch natürlich zukommen.

Solltet ihr aber in Zukunft nichts mehr von mir hören habe ich das ganze Hobby einfach aufgegeben und suche mir was einfacheres z.B Bierdeckelsammeln.

Abendlicher Gruß, Gerald

_________________
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BeitragVerfasst: 02.06.2011, 08:59 
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*** SchienenDampfer
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Beiträge: 648
Wohnort: bei Fürth/Bayern (D)
Servus Gerald!

Gerald hat geschrieben:

Solltet ihr aber in Zukunft nichts mehr von mir hören habe ich das ganze Hobby einfach aufgegeben und suche mir was einfacheres z.B Bierdeckelsammeln.


... oder dann halt Mozartkugeln ... :Q

Viel Spaß dabei wünscht: Oliever

_________________
"Nach der Steinzeit kam die Bronzezeit und die Eisenzeit und seit 2003 die Teflonzeit. Der Ursprungsort ist Wien." - Wolfgang F. K.


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BeitragVerfasst: 02.06.2011, 10:05 
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*** SchienenDampfer
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Beiträge: 506
Wohnort: Breitenbrunn (A)
Hallo Gerald!

Nicht verzweifeln.
Was soll ich sagen im Burgenland bekommst Du "garnix"
Habe gehört unser Vorteil ist beim Weltuntergang leben wir länger, sind doch 30 Jahre hintennach.

Habe auch keine Drehbank oder Fräse.
Jedoch Freunde und Helfer in Wien, mein Lichtblick.

Dampf ist super nur weiter so.

VG Heinz


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BeitragVerfasst: 02.06.2011, 10:55 
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Beiträge: 2429
Wohnort: Wien (A)
Gerald hat geschrieben:
Wo Ihr Jungs aus Wien euer Werkzeug und Material herbekommt ist mir sowieso immer wieder ein Rätsel :?: :?: :?:


Servus Gerald!

Als Wiener ohne Gewerbeschein kauf ich beim Spiral, z.B. einen 1,9mm Bohrer:

http://shop.spiral.at/detail.asp?itemnr ... 2201106389

vlg, Christian

_________________
:serv Habe die Ehre!


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