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BeitragVerfasst: 22.07.2016, 14:46 
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SchienenDampfer
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Hallo Schienendampfer!

Da schon einige von euch Erfahrung zum Thema 3d Druck in Metall gesammelt haben, wollte ich mal fragen, welche Teile sich für diese Technologie eignen.

Soweit ich das verstanden habe, gibt es unter anderem die Technik bei der eine Urform (zB aus Wachs) gedruckt wird.
Diese wird anschließend zum Erzeugen einer negativ Form verwendet. In diese Form wird dann das Metall gegossen.

Weiters gibt es noch die Technik bei der Metallpulver mithilfe eines Lasers geschmolzen wird und somit Schicht für Schicht aufgetragen wird.

Als Metall kommen unterschiedliche Werkstoffe wie Messing, Bronze, Automatenstahl, Edelstahlpulver mit Bronze vermischt, usw. zur Verwendung.

(Für alle die bis hierher gekommen sind :lol: )
Nun zu meiner Frage: Eignen sich solche Verfahren um zB Kupplungen, Dampfzylinder, Lokomotivräder (Innenteil ohne Radreifen), Injektoren herzustellen?

Welches Verfahren würde ihr verwenden? Bzw. welches Metall würdet ihr dafür verwenden?

Liebe Grüße
Markus


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BeitragVerfasst: 22.07.2016, 15:20 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Markus,

diesen Thread kennst du?


Markus298 hat geschrieben:
Soweit ich das verstanden habe, gibt es unter anderem die Technik bei der eine Urform (zB aus Wachs) gedruckt wird.
Diese wird anschließend zum Erzeugen einer negativ Form verwendet. In diese Form wird dann das Metall gegossen.

Das gibt es bei Shapeways in Ms oder Bronze (und natürlich auch Gold, Silber, ... macht nur in unserem Hobby wenig Sinn). Die Teile unterscheiden sich in meinen Augen in Ihrer Verwendung nicht von anderen Gussteilen aus diesen Materialien.

Markus298 hat geschrieben:
Weiters gibt es noch die Technik bei der Metallpulver mithilfe eines Lasers geschmolzen wird und somit Schicht für Schicht aufgetragen wird.

Das Verfahren kenne ich nur für Aluminium (Shapeways).

Es gibt zusätzlich noch den Edelstahldruck, wo Edelstahlpulver verklebt wird und im Anschluss durch Bronze ersetzt wird.

Markus298 hat geschrieben:
Nun zu meiner Frage: Eignen sich solche Verfahren um zB Kupplungen, Dampfzylinder, Lokomotivräder (Innenteil ohne Radreifen), Injektoren herzustellen?

Welches Verfahren würde ihr verwenden? Bzw. welches Metall würdet ihr dafür verwenden?


Was genau willst du denn nun? Was für eine Kupplung? Im oben gelinkten Thread steht einiges zur weiteren Bearbeitung (und der Bedarf es bei den meisten Fällen - und sei es nur das Schneiden eines Gewindes). Bronzegesintertes Edelstahl würde ich nicht als Lauffläche im Zylinder nehmen, saugt wie ein Schwamm.

Viele Grüße
Arne


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BeitragVerfasst: 22.07.2016, 16:04 
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SchienenDampfer
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Hallo Arne!

Danke für deine Antwort!
Ja den Thread kenne ich.

Sry, da habe ich mich wohl schlecht ausgedrückt.

Mich würde im Gegensatz zu den Thread interessieren, wie beanspruchbar das gedruckte Metall ist bzw. ob es mit Dampfdruck/Hitze zurechtkommt?

Aber damit:
Zitat:
Die Teile unterscheiden sich in meinen Augen in Ihrer Verwendung nicht von anderen Gussteilen aus diesen Materialien.

hast du mir schon sehr weiter geholfen! Danke!

Ich habe den Thread gesehen, wo du die Kreuzköpfe aus Metall drucken hast lassen. Hast du dazu zB schon "Langzeiterfahrung" bzgl. Verschleiß?

Weiters würde mich interessieren, ob das gedruckte Metall mit Druck und Hitze klar kommt. zB als Dampfzylinder. Oder ob es sich zB verzieht?

Liebe Grüße
Markus


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BeitragVerfasst: 22.07.2016, 20:22 
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SchienenDampfer
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Registriert: 23.12.2011, 15:39
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Wohnort: Hamburg (D)
Hallo Markus,

lasergesinterte Metallbauteile sind erst ab einer gewissen Materialstärke wasser- bzw. dampfdicht.
Aber nur dieses Verfahren würde erlauben die Kanäle in das Bauteil zu bekommen, ohne dass es Öffnungen geben muss, die man anschließend wieder verschließen muss.
Wenn sich das Bauteil nicht bei der Herstellung verzieht, wird es auch bei den niedrigen Temperaturen im Betrieb stabil bleiben.
Wie schon bei meinen gedruckten Rollböcken angemerkt habe ist das Shapways verfahren mit Edelstahl für dünne, flächige Bauteile ungeeignet, da der Verzug beim Austausch des Klebers gegen Bronze, unvermeidlich ist.
Bei einem Zylinder muss dann auch auf alle fälle die Bohrung nachbearbeitet werden, da Lasersintern eine relativ raue Oberfläche ergibt.
Um das mit Hobbymitteln zu machen, sollte das Material nicht zu hart sein und dann wären wir wieder bei Messing oder Bronze.
Bisher habe ich noch keinen Dienstleister gefunden der diese Materialien anbietet, aber hier
http://fkm-lasersintering.de/images/pdf ... chuere.pdf
den Hinweis gefunden, das beim Metalllasersintern oft eine Stützstrucktur benötigt wird, was die Sache noch mal schwieriger macht.
Zum Schluss mus man auch mal die Preise vergleichen, ob es sich lohnt solche Teile im 3D Druck herstellen zu lassen oder ob das klassische Verfahren aus dem Vollen doch besser ist.

Meine Mittelpuffer der Regner 99 222 habe ich bei Shapway aus Edelstahl herstellen lassen und kann bisher keine nachteile erkennen. Die Gewinde sollte man aber schon mal im 3D Modell mit gezeichnet haben, es darf auch gerne 2/10 Übermaß haben, dann fällt das Nachschneiden einfacher.

Grüße,
Georg


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BeitragVerfasst: 23.07.2016, 07:15 
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**** SchienenDampfer
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Beiträge: 599
Wohnort: Tokyo (JP)
Hallo,

das Lasersintern von Stahlpulvern ist als Laser Cusing bekannt, einfach mal googeln. Es wird besonders im Werkzeugbau eingesetzt, wo man komplizierte Hinterschneidungen und Kühlkanäle formen kann, was mit anderen Technologien nicht gelingt, das hat ja Georg schon erwähnt. Da diese Werkzeugeinsätze auch für Aludruckguß verwendet werden, sind Temperatur- und Druckfestigkeit hoch, allerdings ist die Lebensdauer geringer als ein konventionell hergestelltes Werkzeug, und preiswert ist es auch nicht.

Gruß

Andreas


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