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Wasserzusammensetzung?
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Autor:  Nordlicht [ 16.05.2020, 19:41 ]
Betreff des Beitrags:  Wasserzusammensetzung?

edit Mod: Thema verschoben

Hallo,

es wurde schon einige Male behandelt und ich hoffe, hier keine bereits vorhandene Diskussion nochmal zu erstellen. Als Anfänger bin ich etwas unsicher.

Es geht um die Empfehlung, wie man nun das Kesselwasser für Messingkessel zusammenstellt, um Ablagerung und v.a. Entzinkung zu vermeiden.
Destilliertes Wasser mit Leitungswasser soll man nicht mehr verwenden, ist das korrekt?
Oft wird vom Wasser aus Trocknern gesprochen. Wir haben z.B. einen Wärmepumpentrockner. Wäre das Wasser geeignet oder würdet Ihr noch etwas anderes empfehlen?

Gruß
Ralf

Autor:  Zoltan [ 16.05.2020, 20:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Hallo Ralf!
Wäschetrocknerwasser mit Polyphosphat empfiehlt Wolfgang.
Ich verwende Wolfgangwasser seit 2013.
Es gibt mehrere Wasserthreads.
Verwende mal die Suchfunktion :)

Autor:  f.schulz [ 17.05.2020, 00:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Hallo Ralf,

nachdem Dein Kessel ja schon alt und gebraucht ist, nimm destilliertes Wasser ex Baumarkt, Drogerie oder sonstwo, 5l kosten 3,00 und da kommst sehr weit. Es nennt sich Destilliertes Wasser DIN 43530 oder VDE 0510.
Da brauchst keinerlei Zusatz o.ä. und angesichts des Wertes der Lok ist der Preis absolut vernachlässigbar.
Ansonsten habe ich hier dazu einiges geschrieben, das nach wie vor Gültigkeit hat:
34487225nx30160/betriebsstoffe-f85/welches-speisewasser-zusatz-zu-destiliertem-wasser-t1913-s24.html


Bitte kein Wäschetrocknerwasser nehmen, das ist nur rein theoretisch rein, in Wirklichkeit jedoch sehr verschmutzt und vom Leitungswasser der Waschmaschine geprägt. Das ist das sogenannte Grauwasser und gehört ins Abwasser und sonst nirgendwo mehr hin.

Grüße
Fritz

Autor:  Nordlicht [ 17.05.2020, 10:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Hallo,

bei destilliertem Wasser kommt man ja leicht in den Bereich von ph=5. Was spricht dagegen, dieses Wasser auf pH=7 mittels Natronlauge zu bringen? Was für Nachteile hätte dies?

Gruß
Ralf

Autor:  f.schulz [ 17.05.2020, 21:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Nordlicht hat geschrieben:
Hallo,

bei destilliertem Wasser kommt man ja leicht in den Bereich von ph=5. Was spricht dagegen, dieses Wasser auf pH=7 mittels Natronlauge zu bringen? Was für Nachteile hätte dies?

Gruß
Ralf


Du bist mit der geringsten Menge bei pH 14! Würde ich nie machen. Allenfalls o.e. Phosphat oder einfach Soda nehmen.

Wie kommst Du auf Wasser mit pH 5, hatte ich noch nie! Passiert allenfalls bei Reinstwasser, Tridestilat o.ä. oder Ihr habt saures Leitungswasser.
Bei dem o.e. Baumarktwasser ist das alles kein Thema.

Meine älteste Lok, eine Bing Bj.<1933 bekommt dieses Zeug seit ca. 50 Jahren, da bekam ich sie von meinem Vater, ohne das auszulehren oder sonst wie zu impfen. Der Messingkessel hält immer noch. Bei meinen neueren Loks sind allesamt Kupferkessel verbaut, da habe ich überhaupt keine Angst.
Ansonsten steht das alles explizit gut erklärt in dem obigen Link von mir, weshalb ich es hier nicht mehr ausführen werde.

Viele Grüße

Fritz

Autor:  Nordlicht [ 17.05.2020, 21:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Hallo Fritz,

bei Wikipedia steht zu destilliertem Wasser "Der pH-Wert sinkt bei Luftzutritt schnell von rund 7 auf einen Wert um 4,5–5 durch die Reaktion mit dem in der Luft enthaltenen Kohlendioxid."

Dazu zählt das Baumatktwasser doch auch?

Gruß
Ralf

Autor:  f.schulz [ 18.05.2020, 01:04 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Hallo Ralf,

weshalb empfehle ich nach Entkalkungen oder bei neuen Kesseln anschließenden Betrieb (2 - 3 Füllungen) mit "hartem" Leitungswasser!

Der dabei entstehende Belag puffert diesen Ph Abfall zuverlässig ab.

Zudem ist dieses sogenannte "Destillierte Wasser" für Batterien, Bügeleisen DIN 43530 etc. kein wirkliches Destillat, da ist noch eine Restmenge Substanzen drin, die auch CO² binden.

Chemisch definiert ist Destilliertes Wasser nicht exakt, da sprich man technisch von von VE Wässern oder Reinstwässern. Vor letzterem habe ich ja ausreichend gewarnt. Da hatten wir auch schon 2 defekte Kessel hier im Forum.

Über reinste destillierte Wässer p.A. haben Wolfgang und ich in o.e. Thread etwas geschrieben, das ist aber für die vorliegenden Anwendungen völlig überzogen und irrelevant.

Schöne Grüße

Fritz

Autor:  Schotterkind [ 18.05.2020, 12:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Nordlicht hat geschrieben:
Es geht um die Empfehlung, wie man nun das Kesselwasser für Messingkessel zusammenstellt, um Ablagerung und v.a. Entzinkung zu vermeiden.
Destilliertes Wasser mit Leitungswasser soll man nicht mehr verwenden, ist das korrekt?


Hallo Ralf,

getreu dem Motto "Schaffen Sie sich keine Probleme, wo keine sind, nur damit die Sache für Sie interessanter wird" hat mein ältester Messingkessel nun auch 30 Jahre mit schnödem Destilliertem Wasser auf dem Buckel, war zeitweise auch mit Restwasser über Jahre gelagert. Das Problem mit dem Entzinken lese ich immer mal wieder, auch die eine oder andere Wissenschaft was jetzt bestenfalls für ein Wasser in den Kessel gehört. Ob das wirklich so relevant ist wage ich aus meiner Erfahrung aber zu bezweifeln und so sind wir mit normalem destillierten Wasser "nach alter Väter Sitte" immer gut gefahren und haben da keinen weiteren Gedanken dran verloren. Geändert hat sich mittlerweile nur die Gebindegröße weil die ganzen 5L Kanister ganz schön Müll produzieren:
Bild

Aber DIN 43530 ist und bleibt es nach wie vor.

Sonnige Grüße,
Armin

Autor:  Ingobert [ 06.09.2020, 18:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Hallo Wassermänner
Da ich ja jetzt auch stolzer Besitzer einer Alfried bin, war das Wasser auch eine Überlegung für mich. Ich glaube auch, dass demineralisiertes (destiliertes) ordentlich ist für unsere Kessel. Einzig die hohe Oberflächenspannung gab bei mir "Problemchen" mit Luftblasen im Glasröhrchen. Seit ich 1Tropfen (wirklich maximal einen kleinen Tropfen und keinen Spritzer) Spüli in einen Liter destiliertes Wasser zugebe, ist dies merklich besser geworden. Ich bin froh und glücklich mit meiner Lösung, wollte aber auch kein neues Fass aufmachen.
LG Ingobert

Autor:  Ingobert [ 12.09.2020, 19:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wasserzusammensetzung?

Hallo Leute
muss mich als Neuling wieder mal selber berichtigen: Das mit dem Mini Topfen Pril auf 5 liter "destilliertes" Baumarktwasser klappt so lange, bis ich eine Dampfpfeife installiert habe, die verträgt überhaupt kein Pril. Scheinbar schäumt das im Kessel doch minimal auf. Muss mir was anderes suchen, für die Oberflächenspannung des Wassers weg zu bekommen.
LG

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